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Mehr Gentechnik in den Lebensmitteln

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Im letzten Jahr enthielten laut Gesundheitsministerium etwa fünf Prozent der untersuchten Lebensmittel genmanipulierte Substanzen. Probleme gab es vor allem bei der Beschriftung.

Im Laufe des Jahres 2014 hat die Luxemburger Lebensmittelsicherheit Kontrollen durchgeführt, um herauszufinden in welchen Lebensmitteln sich genmanipulierte Organismen (GVO) befinden. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 125 Proben entnommen und 184 Analysen im Laboratorium durchgeführt. Insgesamt wurden 295 GVOs unter die Lupe genommen. Des Weiteren wurden bei den Produkten, die erlaubte genmanipulierte Substanzen erhalten, die Etiketten überprüft.

Unter anderem in Mais-Mehl wurde eine zu hohe Konzentration an GVO gefunden. Auf der Beschreibung des Produktes war des Weiteren die entdeckte Substanz nicht vermerkt, so das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung. Das Produkt wurde inzwischen aus den Regalen entfernt, heißt es weiter. Bei Soja-Sprossen wurde ebenfalls bei der Beschriftung getrickst. In der Verpackung befanden sich nämlich keine Soja-Sprossen, sondern Mungobohnen. Hier ging die Aufforderung an den Hersteller, die Beschriftung des Produktes unverzüglich «anzupassen».

GVOs auf dem Vormarsch

Im letzten Jahr konnten 5,6 Prozent der Proben nicht untersucht werden, weil nicht genug DNA-Material vorlag oder das genetische Material beschädigt war. Bei 5 Prozent der analysierten Lebensmittel wurde eine GVO-Konzentration festgestellt. Diese lag aber unter dem EU-Richtwert von 0,9 Prozent. Im letzten Jahr wurden aber mehr GVO-verseuchte Lebensmittel entdeckt, wie 2013, wo es nur 3,1 Prozent waren.

Bei den Produkten wurden bei den Papaya-Früchten und den Kürbissen keine GVOs gefunden. Bei den Lebensmittel auf Basis von Kartoffeln enthielten 6,6 Prozent genmanipulierte Substanzen. Beim Reis waren es 3,3 Prozent, beim Mais 4,8 Prozent und beim Soja 13,6 Prozent. Das Gesundheitsministerium betont in diesem Zusammenhang, dass mehrere GVOs in der EU erlaubt sind und die Präsenz der Substanz in den Lebensmitteln nicht automatisch bedeutet, dass sie verseucht oder gesundheitsschädlich sind. In 99,2 Prozent der Fälle wurden bei den untersuchten Proben keine zu großen Abweichungen zu den autorisierten Werten festgestellt,wird weiter erklärt. 2008 waren nur 93,4 Prozent konform.

Insgesamt sind in der EU zurzeit laut Umweltverbänden etwa 60 gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen. Besonders betroffen von gentechnischen Manipulationen sind Mais, Soja, Baumwolle, Reis und Raps. Das Thema «GVO» ist umstritten. Luxemburg hat vor Kurzem zusammen mit anderen Ländern ein Verbot für den Anbau von Genpflanzen bei der EU-Kommission beantragt.

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