Die „Simplification administrative de la procédure de subventionnement d’équipement sportif“, kurz genannt SAPS, soll laut Sportminister Romain Schneider die Prozedur zur Erlangung eines staatlichen Zuschusses um zwölf Monate verringern.
Sobald ein kommunales, regionales oder nationales Projekt im betroffenen Gemeinderat verabschiedet wird, können die Dokumente über die Software elektronisch an das Sportministerium gesendet werden. Ab diesem Moment kann das Dossier zu jedem Zeitpunkt abgerufen werden.
Neues System
Mittlerweile wurden über 500 Projekte seit 2003 in die neue Datenbank für Sporteinrichtungen eingetragen. Kostenvergleiche sollen ohne großen administrativen Aufwand ermöglicht werden. Bezuschusst werden sowohl Indoor- als auch Outdoorprojekte wie zum Beispiel Fahrradwege.
Durch das neue System sollen die Planung und die Durchführung der Projekte zudem effizienter werden. Das 100-Millionen-Euro-Budget des zehnten Fünfjahresplans soll besser eingesetzt werden. „Aus dem Geld, das uns zur Verfügung steht, wollen wir mehr machen. Die Investitionspolitik der Gemeinden soll transparenter und steuerbarer werden. ‚Et soll ee Sport an den Hale maachen, mir brauche keng gëlle Klenschen“, sagte Schneider weiter.
«Laufende Projekte»
Das „Pilotprojekt“ ist der Bau der neuen Umkleidekabinen im Escher Stade Emile Mayrisch. Henri Hinterscheid, Schöffe der Stadt Esch und Vizepräsident des interkommunalen Syndikats SIGI, sagte in diesem Zusammenhang: „Die Redundanz von Daten kann deutlich verringert werden. Außerdem bietet das System uns als Gemeinden einen sehr guten Überblick über laufende Projekte.“
Als „Beispiel für good gouvernance“ bezeichnete Emile Eicher, Präsident des Syvicol, das neue System. Der CSV-Politiker wies darauf hin, dass Planungssicherheit für die Gemeinden immer wichtiger werde und forderte andere Ministerien auf, nachzuziehen. Das am Dienstag vorgestellte System genießt zurzeit in Luxemburg noch eine Vorreiterrolle.
In keinem anderen Ministerium werden die Subventionen elektronisch abgewickelt. Das Tourismus- und das Kulturministerium sollen folgen. Ein ähnliches System wird derzeit für größere Sportorganisationen ausgearbeitet. „Die erforderlichen Genehmigungen sollen schneller erteilt werden, damit wir nicht wie üblich ‚just in time‘ arbeiten müssen“, sagte Schneider abschließend.
Zu Demaart
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