Mit dem neuen Bildungsgesetz von 2009 wurde dem Bademeister der Status des «titulaire de classe» aberkannt. Somit
ist der Grundschullehrer für den Schwimmunterricht verantwortlich, der Bademeister kümmert sich lediglich um die allgemeine Sicherheit im und am Becken. Am Mittwoch ging es vor diesem Hintergrund bei einer öffentlichen Debatte im Parlament um die Kompetenzen des Bademeisters und die Schwimmunterrichts-Qualität.
Die Schwimmlehrer leiten heute keine Kurse mehr, sondern haben eine Art Überwachungsrolle übernommen. Nur auf Antrag des Lehrers kann ein Bademeister in den Schwimmunterricht für «Nichtschwimmer» miteinbezogen werden. Für die Vereinigung der Bademeister (ALIN), die Gewerkschaft des Gemeindepersonals (FGFC) und 7.040 Unterzeichner einer Petition, die sich für einen professionellen Schwimmunterricht in der Grundschule einsetzt, ist dies eine untragbare Situation.
Der finanzielle Aspekt
«Erstens lernen die Kinder immer weniger, zu schwimmen und zweitens ist der Beruf des Bademeisters in Gefahr», sagte Marc Thomé, Generalsekretär der FGFC, während der gestrigen öffentlichen Anhörung im Parlament. Der finanzielle Aspekt der Einbeziehung von Bademeistern in den Schwimmunterricht stört Marc Thomé besonders. Ersucht ein Lehrer um die Hilfe eines Bademeisters für den Unterricht, beteiligt sich der Staat lediglich zu zwei Dritteln an den dadurch entstandenen Kosten.
Die Gemeinden geraten damit in eine Situation, in der sie aus finanziellen Gründen an einer Einbindung der Bademeister in den Schulunterricht nicht interessiert sind. Demnach ist es zu ihrem Vorteil, wenn immer weniger Bademeister zur Verfügung stehen. Laut dem Generalsekretär der FGFC entzieht sich das Bildungsministerium somit seiner Verantwortung «und überlässt es den Gemeinden, zu entscheiden, ob es wichtig ist, dass die Kindern schwimmen lernen».
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