Wer kennt die Situation nicht: Ein Bus hält an der Haltestelle, die in der Straße liegt und lässt die Passagiere raus. Einige davon wollen auf die andere Straßenseite und überqueren die Fahrbahn auf dem Zebrastreifen vor dem Bus. Hinter dem Bus warten aber oft Fahrzeuge auf die Weiterfahrt. Einige davon wollen nicht warten und überholen ihn – und sehen die Personen, welche vor dem Bus über die Straße laufen nicht oder nur spät. So kommt es häufig zu Unfällen.
Der DP-Abgeordnete Lex Delles wollte deshalb von Infrastrukturminister François Bausch wissen, wie diese Gefahrenherde eliminiert werden können.
Aktionsplan
In seiner Antwort erklärt François Bausch, dass ein Aktionsplan ausgearbeitet wurde, der als Ziel hat das allgemeine Unfallrisiko zu senken. Er wurde am 16. Juni dieses Jahres im Parlament angenommen. In dem Dokument ist auch vorgesehen, die Sicherheit auf den Zebrastreifen zu erhöhen. Die Verkehrskommission hatte 2014 schon einen Führer veröffentlicht über die «richtige» Nutzung der Fußgängerüberwege, erinnert der Minister. Darin wird eine «Z»-Konfiguration geraten. Das heißt, dass die Haltestellen auf beiden Straßenseiten versetzt sein sollen. Der Zebrastreifen soll hinter den Haltestellen geschaffen werden, wird empfohlen. Des Weiteren wird eine spezielle Beleutung an den Bus-Haltestellen angeregt. Nun seien die Empfehlungen der Kommission aber nicht bindend, erinnert der Minister und erinnert u.a. an die Gemeindeautonomie.
Auch eine bessere Sensibilisierung der Fußgänger und besonders der Kinder werde in dem Aktionsplan angestrebt, so François Bausch. In diesem Zusammenhang wurden schon mehrere Kampagnen gestartet. Die Schul-Projekte «Kuck&Klick» und «MSR» wurden ins Leben gerufen. Die Polizei, das Ausbildungszentrum für Fahrer und die Sécurité routière würden in diesem Rahmen hervorragende Arbeit leisten, attestiert der Minister in seiner Antwort.
Was die Einführung von speziellen schwenkbaren Schildern an den Haltestellen betrifft, so habe man den ministeriellen Verkehrsausschuss mit einer Analyse beauftragt, um zu sehen ob dieses in den USA gängige Verfahren hierzulande die Verkehrssicherheit erhöhen würde.
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