London setzt wegen Bombenverdachts die Flüge von Scharm el Scheich aus. Großbritannien verweist auf eine Bombe als mögliche Absturzursache des russischen Fliegers.
Es gibt immer mehr Hinweise, die auf einen Anschlag hinweisen. (Tageblatt/Uncredited)
Im Inneren des Unglücksfliegers soll sich eine Bombe befunden haben. (Tageblatt)
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04.11.2015 Die meisten Opfer der abgestürzten Airbus-Maschine wurden bereits nach Russland überführt. (Anatoly Maltsev/dpa)
Trauer um Verstorbene. (Anatoly Maltsev/dpa)
Ein Bild der Verwüstung an der Absaturzstelle. (Tageblatt-Archiv/Mohamed abd el Ghany)
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Experten bei der Bergung der Wrackteile. (Tageblatt/Suliman El-oteify)
Immer mehr Touristen sitzen in Ägypten fest. (dapd/Khaled Desouki)
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Auch am Sonntag war die Trauen in Russland groß. (Tageblatt-Archiv/Stringer/russia)
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Die Opfer sollen nach Russland gebracht werden. (dapd/Mohamed El-shahed)
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Fahnen auf Halbmast in Russland. (Tageblatt-Archiv/Maxim Shemetov)
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Ein russisches Flugzeug stürzt über der Sinai-Halbinsel ab. (Mohammed Hossam)
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Der IS gibt an, für die Katastrophe verantwortlich zu sein. (Khaled Elfiqi)
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Banges Warten. (dapd/Olga Maltseva)
Das Flugzeugwrack wird genau unter die Lupe genommen. (dapd/-)
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Keiner der Passagiere hat das Unglück überlebt. (dapd/Olga Maltseva)
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So eine Maschine ist abgestürzt. (Tageblatt/Tatiana Belyakova)
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Nach dem Absturz der russischen Passagiermaschine über dem Sinai setzt Großbritannien vorerst alle Flüge vom ägyptischen Urlauberort Scharm el Scheich aus. Grund sei die Befürchtung, dass die Maschine mit 224 Menschen an Bord wegen einer Bombe abgestürzt sein könne, erklärte das Büro von Premierminister David Cameron am Mittwoch in London.
Luxair fliegt den ägyptischen Flughafen von Scharm el Scheich nicht an. LuxairTours bietet lediglich Urlaubsflüge von Luxemburg aus nach Hurghada und Marsa Amal am Roten Meer an.
Cameron berief für den Abend eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen und die Absturzursache weiterhin unklar, erklärte Downing Street. Weil es inzwischen aber «mehr Informationen» gebe, sei die britische Regierung in Sorge, «dass das Flugzeug durchaus von einem Sprengsatz zum Absturz gebracht worden sein könnte». Als «Vorsichtsmaßnahme» würden daher zunächst die für Mittwochabend geplanten Flüge zwischen Scharm el Scheich und dem Vereinigten Königreich ausgesetzt. Britische Luftfahrtexperten seien auf dem Weg nach Scharm el Scheich, um die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen zu überprüfen, hieß es in der Erklärung weiter. Nach dieser Prüfung werde entschieden, ob «weitere Maßnahmen» nötig seien.
Am Mittwoch hatte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ihre Behauptung erneuert, sie habe einen Anschlag auf die Maschine verübt. Die Islamisten hatten sich bereits kurz nach dem Flugzeugunglück am Samstag dazu bekannt, die Maschine mit 224 Menschen an Bord zum Absturz gebracht zu haben. Ägyptische und russische Behörden bestreiten jedoch die Version eines Abschusses. Sie weisen darauf hin, dass der IS auf der Sinai-Halbinsel nicht über Waffen verfüge, um eine in rund 9000 Metern Höhe fliegende Maschine abzuschießen. Der Airbus A321 war am Samstagmorgen kurz nach dem Start vom Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer auf dem Weg nach St. Petersburg über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Alle Insassen, zumeist russische Urlauber, starben. Nach Angaben russischer Ermittler brach die Chartermaschine der russischen Fluggesellschaft Kogalimawija, die unter dem Namen Metrojet fliegt, in der Luft auseinander. Metrojet sprach von einer «äußeren Ursache» für die Katastrophe.
René Hoffmann (48) ist gelernter Journalist und arbeitet seit 1999 bei Editpress, zuerst bei der französischsprachigen Wochenzeitung "Le Jeudi", seit 2008 aber beim Tageblatt.
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