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Fons Kontz ist tot

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Der Schauspieler, Regisseur und Sänger Fons Kontz ist am Freitagmorgen im Alter von 71 Jahren verstorben.

Fons Kontz ist tot. Der Schauspieler, Regisseur und Sänger Fons Kontz ist am Freitagmorgen im Alter von 71 Jahren verstorben. Er hat zahlreiche Beiträge zur „Lëtzebuerger Revue“ und einige Stücke geschrieben, u.a. „De Bop“ oder „Prënzereng 6“, die Klassiker des „Lëtzebuerger Theaters“ geworden sind. Auch hat er mehrere Theaterstücke ins Luxemburgische übersetzt.

Eine von Fons Kontz‘ letzten großen Inszenierungen war sein erfolgreiches Musical „Esch op Honnert“ im Escher Theater. Hier spürte man den wahren Escher, der seine Stadtgeschichte auf die Bühne gebracht hatte. „Ich liebe diese Stadt, hier bin ich geboren, hier ging ich zur Schule und hier habe ich mit den Jungs auf der Straße gespielt. Hier fühle ich mich zu Hause. Die Menschen, ihre Sprache, ihren Charakter – das ist es, was mich an dieser Stadt so fasziniert“, hatte Fons Kontz die Zuneigung zu seiner Heimatstadt vor einigen Jahren beschrieben.

«Escher Liewensfrou»

Fonz Kontz war auch Mitglied beim „Escher Liewensfrou“, wo er unter der Regie von Leon Weber seine ersten Erfahrungen sammelte. Bald wurde das „Lëtzebuerger Theater“ auf ihn aufmerksam und bot ihm an, dem Ensemble beizutreten. Im Jahr 2007 sagte Fons Kontz: „Ich habe diese Möglichkeit genutzt. Während zwei Jahren habe ich in beiden Theaterensembles gespielt, was allerdings den Verantwortlichen des Lëtzebuerger Theater nicht sonderlich gefiel, so dass man eine Entscheidung von mir verlangte. Ich entschied mich für das Lëtzebuerger Theater. Sieben Jahre später, ab 1982, leitete ich das Ensemble».

Seitdem hat Fonz Kontz ein Stück Luxemburger Theatergeschichte geschrieben und das nicht nur, weil er in zahlreichen Rollen als Schauspieler und Sänger die Theaterbesucher begeisterte, sondern auch mit seinen Inszenierungen wie „DJonggesellekëscht“, „Een Apel fir den Duuscht“, „Prënzereng 6“ und der „Lëtzebuerger Revue“.

Würzburger Oper

Fons Kontz wollte sein Tätigkeitsfeld noch erweitern und ging an die Würzburger Oper. „Es war eine verdammt harte Zeit“, erinnerte sich der Künstler vor einigen Jahren. „Hier wehte mir ein sehr kalter Wind um die Nase. Zu der Zeit waren drei Bässe an der Würzburger Oper engagiert und alle waren qualitativ gleichwertig. Oft war bei der Rollenverteilung das schauspielerische Talent entscheidend. Vorbei sind die Zeiten, als es für einen Sänger genügte, sich hinzustellen und zu singen. Heutzutage muss er auch schauspielern können. Ich kam während der Zeit in Würzburg oft zum Einsatz. Bei Operetten wurde ich weniger eingesetzt, dafür aber öfter in Musicals.