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Im Dschungel der Labels

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Es gibt elf verschiedene Kennzeichnungen bei den Lebensmitteln. Eine Reform soll nun für mehr Klarheit bei den sogenannten" Labels sorgen.

Die Förderung von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist vor dem Hintergrund einer globalisierten Nahrungsmittelindustrie für viele Landwirte in Luxemburg unabdinglich. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden schon vor Jahrzehnten Labels für lokale Produkte ins Leben gerufen. Inzwischen ist die Anzahl der Kennzeichnungen allerdings ins Unübersichtliche gewachsen.

Vor dem Hintergrund der Einkommenskrisen der Landwirte und der europaweiten Proteste hatte Landwirtschaftsminister Fernand Etgen bereits im September angekündigt, die lokalen Erzeugnisse fördern zu wollen. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der DP-Abgeordneten André Bauler und Gusty Graas betont Etgen, dass die Labels für Lokalerzeugnisse in diesem Kontext eine wichtige Rolle spielen. Der Landwirtschaftsminister gibt allerdings auch zu, dass die zu hohe Anzahl an Labels überarbeitet werden muss. Aus diesem Grund will der DP-Politiker ab 2016 eine Reform der Kennzeichnungen in die Wege leiten. Tatsächlich ist die Anzahl der Labels für Lokalerzeugnisse ins Unübersichtliche gewachsen.

Ganze elf Labels listet das Landwirtschaftsministerium in diesem Bereich auf, wobei zwischen privaten und staatlich zertifizierten Labels unterschieden wird.

„Marque nationale“ seit 1932

Das wohl bekannteste Label ist die „Marque nationale“, das vor 83 Jahren geschaffen wurde. Dieses Label, das die Herkunft aus dem Großherzogtum und eine einheitliche Qualität gewährleisten soll, ist eine vom luxemburgischen Staat zertifizierte Marke und deckt mehrere Lebensmittelkategorien ab. Hierzu zählen Butter, Schnaps, Honig und Schweinefleisch. Der Umweltschutz und eine artgerechte Tierhaltung gehören laut eigenen Aussagen zu den zentralen Forderungen der „Marque nationale“.

Das bekannteste Label auf der Seite der privaten Kennzeichnungen ist „Made in Luxembourg“. Dieses Label wurde 1984 ins Leben gerufen und garantiert, dass das gekaufte Produkt direkt aus einem Luxemburger Unternehmen stammt. Insgesamt nutzen über 400 Unternehmen das Logo „Made in Luxembourg“. Da es allerdings neben diesen beiden Labels noch neun weitere gibt, verliert der Verbraucher unter Umständen die Übersicht. Um dem entgegenzuwirken, will der Landwirtschaftsminister „Synergien schaffen und eine systematische Förderung der nationalen Lebensmittelprodukte in die Wege leiten“.

Neben der unerlässlichen Synergie zwischen den Kennzeichnungen setzt der DP-Politiker auch auf Programme wie „Schoulmëllech“ und ein neues Internetportal namens „Consommateur“, auf welchem die Verbraucher über nationale Lebensmittelprodukte informiert werden.

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