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Eine Einigung auf wackeligen Beinen

Eine Einigung auf wackeligen Beinen
(Hmontaigu)

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Kollektivverhandlungen: OGBL und LCGB mit verschiedenen Sichtweisen.

In einer kurzen Stellungnahme teilte die Cargolux am Dienstag mit, dass die Direktion und die Gewerkschaften OGBL und LCGB eine Einigung für einen neuen Kollektivvertrag gefunden hätten. Am Mittwoch wurde allerdings deutlich, dass diese Einigung auf wackeligen Beinen steht.

Nach über 20-stündigen Verhandlungen sprach die Frachtfluggesellschaft am Dienstag in einer Pressemitteilung von einem «bedeutenden Durchbruch» bei den Diskussionen um einen neuen Kollektivvertrag. Auch der OGBL bestätigte diese Sichtweise am Mittwoch gegenüber dem Tageblatt: «Es gab vier zentrale Streitpunkte: die Regelung der Urlaubstage für neu eingestellte Piloten, die Mitbestimmung der Piloten bei den Dienstplänen, die Regelung der Ruhepausen und der Einfluss von Cargolux Italia. In allen vier Punkten wurde eine Einigung gefunden,» so Hubert Hollerich. Nun gelte es, die Einigung in einen Text zu gießen.

Kein «Jahrhundervertrag»

Der Gewerkschafter zeigte sich zudem zuversichtlich, bereits am Donnerstag eine definitive Einigung zu finden. Auch wenn Hollerich zugab, dass es kein «Jahrhundertvertrag» wird, verwies er auf wichtige Fortschritte. So soll jeder Angestellte der Cargolux eine einmalige Prämie in einer Höhe von 2.000 Euro erhalten.

Ganz anders wird die aktuelle Situation vom LCGB interpretiert. «Es gibt zwar Bewegung im Dossier, aber noch gibt es keinen Kollektivvertrag, also auch keinen Grund zur Euphorie. Ich glaube an das, was ich sehe, und ich sehe keinen Kollektivvertrag,» so Aloyse Kapweiler gegenüber dem Tageblatt am Mittwoch.

Es gebe zwar eine mündliche Einigung, allerdings «liegt der Teufel im Detail». Es komme letztlich auf den definitiven Text an. Diese Einstellung kann Hubert Hollerich überhaupt nicht nachvollziehen. «Der LCGB will die Flamme des Streikes weiterbrennen lassen. Manchmal habe ich den Eindruck, diese Gewerkschaft will keine Einigung erreichen,» so Hollerich.

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