Angesichts Tausender Flüchtlinge habe der Bürgermeister der nordfranzösischen Stadt bereits Passierscheine an Einheimische ausgegeben, damit diese noch in ihre Häuser könnten, sagte die Parteivorsitzende Marine Le Pen am Donnerstag dem Fernsehsender BFM. Das Bürgermeisteramt von Calais widersprach und erklärte, die Passierscheine stammten von der Polizei.
In Calais campieren Tausende Migranten, die hoffen, über den gut bewachten Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. Le Pen kandidiert als Chefin der örtlichen Regionalregierung und hatte die erste Wahlrunde klar gewonnen.
Täglich attackieren
Eine Umfrage vom Mittwoch zeigte jedoch, dass sie die Stichwahl am Sonntag gegen ihren konservativen Gegenkandidaten Xavier Bertrand verlieren könnte. Auch ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen lag in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur zurück. Eine Niederlage der beiden Parteiprominenten wäre ein schwerer Rückschlag für die Front National.
Dessen ungeachtet kündigte Le Pen an, in zwei Jahren als Staatspräsidentin zu kandidieren. Bis dahin werde sie der Regierung das Leben schwer machen und sie täglich attackieren.
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