Sonntag25. Januar 2026

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Casino erfindet sich neu

Casino erfindet sich neu
(Fabrizio Pizzolante)

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Nach 20 Jahren wird das Casino in der Stadt rundum modernisiert. Innerhalb von 10 Wochen soll ein Kaffee entstehen und die Ausstellungsfläche umgekrempelt werden.

Nach 20 Jahren wird das Casino in der Stadt umfassend modernisiert. Ein neues Kaffee, das die Geschichte des Hauses aufnimmt und eine völlig umgekrempelte Ausstellungsfläche stehen am Ende. Zehn Wochen dauert das Ganze, in der Zeit will man künstlerisch nicht untätig sein.

Trotz Umständen, Baulärm und dem Zwang zur Improvisation sind Geschäftsführer Jo Kox und Direktor Kevin Muhlen froh über das « Lifting ». Mit dem neuen Kaffee lebt die Tradition der « Casinos » wieder auf, wo sich Gleiche unter Gleichen treffen.

Im Falle des hauptstädtischen Casinos war es das Bürgertum des 19. Jahrunderts, wie die reichen Stuckverzierungen in dem Raum nahe legen. Sie werden einfach nur neu gestrichen und behalten ihre Patina. « Das ist eine in der Stadt einmalige Archtitektur », schwärmt Kox und sie ist, wenn man ihm glaubt, die einzige in dieser Form noch erhaltene aus der Zeit. Mit der Entfernung der berühmt-beüchtigten « Cubes » im ersten Stockwerk, wo bisher die Ausstellungen stattfanden, entfällt die räumliche Begrenzung. Einmal weg, steht plötzlich eine ganz andere Ausstellungsfläche zur Verfügung. Mit anderen Möglichkeiten der Ausstellungarchitektur.

Die spanische Künstlerin Lara Almarcegui wird sie mit einer Einzelausstellung ihrer Werke ab 23. März einweihen. Almarcegui beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis von urbaner Regeneration und Verfall. Die Dekonstruktion von Gebäuden und die Anhäufung des Abbruchmaterials machen die Materialität sichtbar und verweisen auf die Geschichte der gewesenen Architektur und das Potenzial, etwas Neues daraus zu gestalten. Das schreibt der Schweizer Christoph Merian Verlag in seinem Pressetext zum 2015 produzierten Katalog. Besser kann man eine Ausstellung nicht in den Kontext des ausstellenden Hauses stellen – vor allem, wenn es sich gerade neu erfunden hat.

Bis dahin will die Kunsthalle nicht untätig sein. Die Ausstellung « So Far » präsentiert ab 29. Januar rund 30 Abschlussarbeiten der « Haute Ecole des Arts du Rhin » und weicht ins Konschthaus Beim Engel aus. Die « les Mardis de l`art » gehen weiter und eine One-Night Show sowie eine Filmvorfuehrung begleiten die Renovierungsarbeiten.

Weitere Infos unter www.casino-Luxembourg.lu.