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IS-Messerangriff auf Lehrer war erfunden

IS-Messerangriff auf Lehrer war erfunden
(dpa/Michel Euler)

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Die Messerattacke auf einen Vorschullehrer bei Paris hat gar nicht stattgefunden: Der Lehrer habe zugegeben, den Angriff erfunden zu haben.

Die Messerattacke auf einen Vorschullehrer bei Paris hat gar nicht stattgefunden: Der Lehrer habe zugegeben, den Angriff erfunden zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Der 45-Jährige hatte angegeben, ein Mann habe ihn am Morgen in einem Klassenzimmer in Auberviliers mit einem Messer verletzt und sich dabei auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) berufen. Zunächst wurde eine Fahndung eingeleitet.

Ausnahmezustand

Im März 2012 hatte der Dschihadist Mohammed Merah vor einer jüdischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Lehrer erschossen; der 23-Jährige tötete zudem drei Soldaten. Im vergangenen Januar wurden bei Angriffen auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» und einen jüdischen Supermarkt in Paris insgesamt 17 Menschen getötet.

Seit der Terrorserie vom 13. November herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. Der IS hatte sich zu den Anschlägen bekannt, bei denen 130 Menschen ums Leben kamen. In Propagandabotschaften rief die Terrormiliz ihre Anhänger anschließend auch auf, Lehrer und Schulen anzugreifen, weil das säkulare französische Bildungssystem die Gedanken junger Menschen vergifte.

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