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Haftstrafe von bis zu fünf Jahren droht

Haftstrafe von bis zu fünf Jahren droht
(Phammelmann)

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In der Nacht vom 4. zum 5. Juni wurde die 39-jährige Polizistin Yasmine Grisius im Dienst überfahren. Am Mittwoch startet der Prozess gegen den Todesfahrer.

Vor Gericht muss sich ein 36-jähriger Mann verantworten. Er stand damals unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Pascal T. droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Der Hauptvorwurf lautet «homicide involontaire», also fahrlässige Tötung.

Logo" class="infobox_img" />Das Begräbnis von Yasmine Grisius am 11. Juni 2015 in Garnich

Fest steht ebenfalls, dass der Mann in der Nacht zum 5. Juni dieses Jahres nicht das erste Mal von der Polizei mit Alkohol im Blut gestoppt wurde. Im Tageblatt waren am 6. Juni diese Zeilen zu lesen: „Freitagmorgen, 9.45 Uhr. Die Beamten der Spurensicherung sind dabei, ihre Sachen zu packen. Die in den Unfall verwickelten Fahrzeuge wurden kurz zuvor entfernt. Ein anwesender Polizeibeamter darf keine Auskünfte geben. Er wirkt gefasst. Eine Arbeitskollegin ist gestorben, das geht nicht spurlos an einem vorbei.“

Routinekontrolle

Begonnen hatte alles mit einer Routinekontrolle in Dippach. Ein auffälliges Fahrzeug wurde von der Patrouille des CI Capellen gestoppt. Die Papiere seien im Kofferraum, so der Fahrer. Die Polizisten begaben sich zum Heck des BMW. Ein anderes Fahrzeug näherte sich, ebenfalls ein BMW. „Es fuhr sehr auffällig in Schlangenlinien“, erklärte Pressesprecher Daniel Back damals. Der zweite Polizist wollte deshalb diesen Wagen stoppen. Der Fahrer befolgte die Haltezeichen nicht und fuhr die Polizistin an.

Diese wurde zwischen den beiden Wagen eingeklemmt und starb wenig später im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen.

Heute steht fest, dass der Mann nicht nur unter Alkohol- (über 1,2 Promille) sondern auch unter Drogeneinfluss (Cannabis) gestanden hatte. Kurz nach dem Unfall wurde der Mann dem Untersuchungsrichter vorgeführt und sitzt seither in Untersuchungshaft. Weil der Mann bereits im Mai 2014 wegen Trunkenheit am Steuer zu 21 Monaten Fahrverbot auf Bewährung verurteilt wurde, könnte nun diese Bewährung wegfallen.