Asylbewerber sollen in Dänemark künftig mit ihren Wertsachen für öffentliche Integrationsleistungen aufkommen. Die Polizei solle das Recht bekommen, ihnen Wertgegenstände abzunehmen, um damit ihre Unterkunft, Sprachkurse, Gesundheitsleistungen und Berufsbildung zu bezahlen, sagte Integrationsministerin Inger Støjberg.
Eheringe, Uhren und Gegenstände mit «sentimentalem Wert» seien davon nicht betroffen, sagte sie am Freitag.
Kritik
Kritikern entgegnete Støjberg, sie stelle Asylbewerber lediglich dänischen Arbeitslosen gleich, die nur Sozialleistungen erhielten, wenn sie allen Besitz verkauften, der mehr wert sei als 10.000 Kronen, das sind umgerechnet 1340 Euro.
Es wird erwartet, dass die rechtsliberale Minderheitsregierung den Gesetzvorschlag im Januar mit Hilfe der ausländerfeindlichen Volkspartei im Parlament beschließt.
In Dänemark haben in diesem Jahr mehr als 9000 Menschen Asyl beantragt. Die Regierung hat die Sozialleistungen für Flüchtlinge bereits um bis zu 50 Prozent gekürzt.
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