Beim gewaltsamen Vorgehen von Sicherheitskräften gegen Demonstranten sind in Äthiopien in den vergangenen Wochen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 75 Menschen getötet worden. «Polizisten und Soldaten haben auf Demonstranten geschossen und mindestens 75 Protestierende getötet», erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Samstag.
Viele weitere Menschen seien verletzt worden. Die Regierung in Addis Abeba äußerte sich zu den Vorwürfen nicht. Ein Regierungssprecher hatte kürzlich von insgesamt fünf Toten gesprochen. Die Proteste in der Oromia-Region hatten im November begonnen.
Studenten gingen unter anderem in den Städten Haramaya, Jarso, Walliso und Robe auf die Straße, um gegen Pläne der Regierung zur Verstaatlichung von Land zu demonstrieren. Sie befürchten einen Landraub größeren Ausmaßes in der vom Oromo-Stamm, der größten ethnischen Gruppe des Landes, besiedelten Region.
Protesting displacement is not terrorism: new @HRW statement on #Oromoprotests #Ethiopia https://t.co/ukOLCQBUMS pic.twitter.com/8r13jDyLlz
— Felix Horne (@FelixHorne1) 18. Dezember 2015
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