Aus Furcht vor einem Anschlag ist ein Flugzeug der Air France mit 473 Menschen an Bord auf dem Weg von Mauritius nach Paris in Kenia notgelandet. Im Waschraum der Boeing 777 sei ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden, teilte die kenianische Polizei am Sonntag mit.
Die Polizei befragte daraufhin zwei Verdächtige an Bord. Die Bombe sei vom Flughafenareal an einen sicheren Ort gebracht worden, damit sie dort gesprengt werden könne. «Israel News Flash» twitterte ein Foto von dem Sprengsatz. Es soll eine Attrappe sein. Die Behörden haben die Echtheit der Fotos bislang aber nicht bestätigt.
BREAKING: #French security officials say the suspicious package found on board #AF463 from #Mauritius is a fake bomb pic.twitter.com/gpm3iJ9eFe
— Israel News Flash (@ILNewsFlash) 20. Dezember 2015
Sprengsatz in der Toilette
«Eine Flugbegleiterin fand die Bombe hinter dem Spiegel der Bordtoilette», sagte ein Passagier zum französischen Sender Europe 1 (Link). Ein weiterer sagte, dass man es aus dem WC ticken hörte. Benoit Lucchini, Passagier an Bord der Maschine, sagte, das Flugzeug sei sehr langsam gesunken, so dass die Fluggäste bemerkt hätten, dass wahrscheinlich etwas nicht in Ordnung sei. Das Personal der Maschine sei jedoch wunderbar gewesen. So seien alle ruhiggeblieben. Sie hätten gedacht, es handele sich um ein technisches Problem. «Aber es war kein technisches Problem, es war etwas in der Toilette. Etwas war in der Toilette falsch, es könnte eine Bombe sein.»
Über Notrutschen evakuiert
Das Flugzeug, das eigentlich auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris landen sollte, hatte Mauritius am Vormittag verlassen und war gut dreieinhalb Stunden später in Kenia gelandet. Die kenianische Flughafenbehörde schrieb auf Twitter, das verdächtige Objekt sei erfolgreich aus dem Flugzeug geborgen worden. Ankünfte in Mombasa seien verschoben worden, mittlerweile laufe der Betrieb aber wieder normal.
Alle Passagiere wurden über Notrutschen aus dem Flugzeug gebracht. Frankreich ist seit langem im Visier islamistischer Terroristen. Seit den blutigen Anschlägen von Paris am 13. November wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Air-France-Maschinen stehen dabei unter besonderer Beobachtung.
Kenias Innenminister Joseph Nkaissery erklärte, einige Passagiere seien nach der Evakuierung des Flugzeugs von der Polizei in drei Hotels befragt worden.
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