Donnerstag29. Januar 2026

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Konservative gewinnen – verlieren aber Mehrheit

Konservative gewinnen – verlieren aber Mehrheit
(AFP/Pedro Armestre)

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Bei der spanischen Parlamentswahl haben die regierenden Konservativen wie erwartet ihre absolute Mehrheit verloren.

Die Konservativen haben sich bei der Parlamentswahl in Spanien nach einer Prognose des staatlichen Fernsehsenders TVE als stärkste Kraft behauptet. Allerdings müssen sie sich nun einen Koalitionspartner suchen.

Die rund 36,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, Vertreter für das Abgeordnetenhaus und den Senat zu bestimmen. Bisher hielt die konservative Volkspartei von Regierungschef Mariano Rajoy im Unterhaus des Parlaments 186 der 350 Sitze. Die oppositionellen Sozialisten kamen auf 110 Sitze.

Podemos im Rücken

Damit würde Rajoys Partei mehr als ein Drittel ihrer Mandate einbüßen und zur Bildung der Regierung voraussichtlich auf einen Partner angewiesen sein. Die Sozialisten (PSOE) von Oppositionsführer Pedro Sánchez dürften der Prognose zufolge etwa 83 Mandate erhalten, ebenfalls deutlich weniger als vor vier Jahren.

Zwei aufstrebende Parteien werden mit starken Fraktionen erstmals ins Parlament einziehen. Die neue Linkspartei Podemos (Wir können) mit Pablo Iglesias an der Spitze kommt laut TVE auf etwa 78 Sitze und rangiert damit nur knapp hinter den Sozialisten.

Komplizierte Regierungsbildung

Die liberalen Ciudadanos (Bürger) dürften den Angaben zufolge etwa 49 Mandate gewonnen haben. Damit blieben sie deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Zur Regierungsbildung dürften komplizierte Koalitionsverhandlungen notwendig werden. Im Wahlkampf hatte keine der großen Parteien Hinweise darauf gegeben, mit wem sie ein Regierungsbündnis eingehen würde.
Die Prognose basierte auf einer Wählerbefragung vor den Wahllokalen.

Hohe Arbeitslosigkeit

Viele Spanier machen die Konservativen und die Sozialisten, die sich jahrelang an der Regierung abwechselten, für die derzeitige Wirtschaftsmisere und für Korruptionsaffären verantwortlich. Die Arbeitslosigkeit in Spanien beträgt trotz eines leichten Aufschwungs über 20 Prozent, bei den Jugendlichen hat sogar mehr als die Hälfte keinen Job. Viele Menschen leiden unter den Folgen der rigiden Kürzungs- und Sparpolitik unter Rajoy, immer mehr drohen in die Armut abzurutschen.