In Deutschland leidet schätzungsweise 1 Prozent der jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren an Magersucht. In Frankreich sollen über 230.000 Personen diese gesundheitsgefährdende Essstörung haben. Wie Gesundheitsministerin Lydia Mutsch in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Nancy Arendt mitteilt, leiden auch in Luxemburg Schüler an dieser Krankheit.
Im Schuljahr 2013/14 haben die Schulmediziner bei 46 von insgesamt 8.933 Schülerinnen der Sekundarstufe Untergewicht diagnostiziert. Von diesen 46 Mädchen wurden 24 Schülerinnen zu einem zuständigen Arzt mit dem Verdacht auf Magersucht geschickt. Bei den Jungen wurde im selben Schuljahr bei 50 von insgesamt 8.941 Schülern Untergewicht festgestellt. 20 Schüler wurden von den Schulmedizinern mit dem Verdacht auf Magersucht an einen zuständigen Arzt verwiesen.
Fokus auf Sekundarstufe
Weil sich jedoch viele Schüler(innen) in den ersten Jahren der Sekundarstufe noch in der Wachstumsphase befinden und es hierdurch zu temporärem Untergewicht kommen kann, fokussiert sich die Gesundheitsministerin eher auf die späteren Jahrgänge der Sekundarstufe.
In der «Deuxième“ beziehungsweise in der «Onzième“ gab es im Schuljahr 2013/14 insgesamt 7 Fälle von Schülerinnen, bei denen die Schulärzte eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung empfohlen haben. Bei den Jungen wurde der Verdacht auf Magersucht zwei Mal geäußert.
Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in der Dienstagsausgabe (29.12.15) des Tageblatt.
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