Ein Jahr nach Charlie Hebdo: Ein Mann wollte mit einem Messer in eine Polizeibehörde eindringen. Beamte erschossen den Angreifer. Nach dem Angriff gehen die Behörden von einem möglichen Terrorakt aus. Dies teilte ein Beamter am Donnerstag mit.
Der erschossene Mann trug keine echte Sprengstoffweste. Vielmehr handelte es sich um eine «Attrappe», wie das französische Innenministerium mitteilte. Der Mann habe unter seiner Jacke eine Vorrichtung getragen, aus der ein Draht herausgekommen sei. Sprengstoff habe sich dort aber nicht befunden.
Mit Messer bewaffnet
Der Mann wollte in das das Polizeigebäude eindringen. Dabei wurde er von Polizisten erschossen. Er soll zuvor einen Beamten attackiert und «Allahu Akbar» gerufen haben. Der Mann sei ausserdem mit einem Messer bewaffnet gewesen, teilte das französische Innenministerium am Donnerstag mit.
Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe «zwei oder drei Schüsse» gehört. Die Rue de la Goutte d’Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt. Die Gegend ist als Problemviertel bekannt.
#Barbes #Gouttedor #France #fusillade un robot de deminage est sur place. pic.twitter.com/Dh0TMWSoOP
— Anna Polonyi (@akilincs) 7. Januar 2016
Ein Jahr
Vor genau einem Jahr, am 7. Januar 2015, hatten islamistische Terroristen die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» in Paris angegriffen und zwölf Menschen ermordet. Bei Attacken auf eine Polizistin und auf einen jüdischen Supermarkt an den beiden folgenden Tagen kamen fünf weitere Menschen um.
Die insgesamt drei Angreifer wurden getötet. Seither ist Frankreich in Alarmbereitschaft. Dennoch erschütterte im November eine weitere islamistische Terrorwelle Paris und kostete 130 Menschen das Leben. Noch immer gilt der Ausnahmezustand. Tausende Sicherheitskräfte sollen für Schutz sorgen.
Zu Demaart















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