Neben Deutschland und der Schweiz, jetzt auch in Finnland: In Helsinki sollen in der Silvesternacht zahlreiche Frauen begrabscht worden sein. «Eine solche Art der Belästigung hat es an Silvester oder bei anderen Gelegenheiten noch nie gegeben», sagte Helsinkis Vizepolizeichef Ilkka Koskimaki am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Es handle sich «um ein völlig neues Phänomen».
Von der Polizei beauftragte Sicherheitskräfte hätten von «weitverbreiteten sexuellen Übergriffen» auf einem zentralen Platz berichtet, wo etwa 20.000 Menschen den Beginn des neuen Jahrs feierten, teilte die Polizei mit. Am Hauptbahnhof, wo etwa tausend Asylbewerber – vor allem aus dem Irak – versammelt gewesen seien, habe es drei Übergriffe gegeben. Daraufhin seien drei Asylbewerber noch vor Ort festgenommen worden, sagte Koskimaki.
200 Strafanzeigen
Die Polizei gab weiter an, sie habe vor Silvester «Wind davon bekommen, dass Asylbewerber möglicherweise ähnliche Pläne hatten, wie die am Kölner Hauptbahnhof versammelten Männer sie gehabt haben sollen». Deswegen seien die Sicherheitsvorkehrungen bereits im Vorfeld «auf ein Ausnahmeniveau» angehoben worden. Eine Verbindung zwischen den Vorfällen in Helsinki und Köln sehe er aber nicht, sagte Koskimaki.
Wegen der Vorfälle in der Silvesternacht liegen in Köln inzwischen mehr als 200 Strafanzeigen vor. Laut Kölner Polizei wurden 16 mögliche Tatverdächtige identifiziert. Die jungen Männer stammen demnach «weitestgehend» aus dem nordafrikanischen Raum. In Hamburg gab es der Polizei zufolge bislang 70 Anzeigen zu sexuellen Belästigungen in der Silvesternacht. Auch aus dem schweizerischen Zürich wurden inzwischen sexuelle Übergriffe gemeldet.
Zu Demaart
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