Samstag24. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Diese App ist gnadenlos

Diese App ist gnadenlos
(Twitter/@theianframe)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Apps zur "Messung" von Attraktivität gibt es Hunderte. HowHot wurde allerdings von Wissenschaftlern der ETH Zürich entwickelt, was der Sache einen besonderen Reiz verleiht...

Wie attraktiv wirkt man eigentlich auf andere? Mitarbeiter der ETH Zürich wollen diese Frage mit Hilfe eines Algorithmus beantworten. Sie haben zusammen mit der Datingplattform Blinq eine Webseite eingerichtet, die binnen weniger Sekunden das Alter eines Nutzers schätzt und seine Attraktivität auf einer Skala von „Hmm“ bis „Godlike“ einordnet. Innerhalb der ersten zwölf Stunden nach der Veröffentlichung haben bereits über eine Million User mehrere Millionen Bilder hochgeladen.

Hot or Not?

Nachdem der ETH-Algorithmus die Position des Gesichts im hochgeladenen Foto erkannt hat, wird dieses im nächsten Schritt von einem tiefen neuronalen Netzwerk analysiert, das Alter, Geschlecht und «Facial Beauty» schätzt, erklärt Blinq-Mitgründer Alex Zimmermann.

Gelernt habe der Algorithmus von den Daten, die das Start-up Blinq über seine Dating-App erfasst hat. Durch die «Hi-oder-Bye»-Bewertung der Mitglieder kann jedem Blinq-Profil ein Attraktivätsniveau zugeteilt werden. Je öfter eine Person von den anderen Usern ein «Hi» bekommt, desto höher wird die Attraktivität eingeschätzt.

Die Faces-Website sei ein Test, um herauszufinden, ob eine solche Funktion bei den Blinq-Nutzern auf Interesse stosse. Ist der Test erfolgreich, werde die Funktion in die Dating-App integriert. «Die Nutzer könnten dann mehrere Fotos hochladen und wir würden ihnen sagen, welches am besten ankommt», so Zimmermann.

Mutige User teilen ihre Bewertung unter dem Hashtag #howhot in den sozialen Netzwerken – und staunen nicht selten, dass sie nicht über ein «Nice» hinauskommen:

Kleiner Tipp zur «Godlikeness»: Es scheint als ob leicht «inszenierte» Porträts (Spiel mit Blick und Perspektive) deutlich besser abschneiden, als ein schnell geknipstes Frontal-Selfie. Dies könnte daran liegen, dass der Algorithmus auf Daten fußt, die mittels Profilfotos von einem Dating-Portal erhoben wurden – und das sind ja bekanntlich keine biometischen Passfotos. Demnach kann man davon ausgehen, dass die Attraktivität nicht nur durch Vermessung der Gesichtsproportionen bestimmt wird (wie bei vielen anderen «Hot-or-Not»-Apps), sondern auch Kriterien wie Farben, Unebenheiten etc. hinzugezogen werden.