Freitag30. Januar 2026

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Frankreich spart

Frankreich spart
(dpa/Peer Grimm)

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Finanzminister Michel Sapin präsentiert die Bilanz des vergangenen Jahres mit Milliarden Einspar-Erfolgen.

Frankreich hat im vergangenen Jahr, so Finanzminister Michel Sapin am Donnerstag früh, seine Zusagen gegenüber Europa eingehalten. Das Haushaltsdefizit läge einer vorläufigen Übersicht zufolge bei 3,8 Prozent.

Sapin zeigte sich beim Jahresempfang für die Presse in Paris auch mit der Haushaltsabwicklung für das vergangenen Jahr zufrieden. Das Haushaltsdefizit konnte in absoluten Zahlen deutlich zurück geführt werden. Mit 70 Milliarden Euro lag es um vier Milliarden unter dem Haushaltsdezit von 2014.

Großkonzerne im Visier

Auch das Defizit des Nachtragshaushaltes habe um drei Milliarden Euro unter der veranschlagten Summe gelegen. Die von Minister Sapin und seinem für das Budget zuständige Finanz-Staatssekretär Christian Eckert vorgelegten Zahlen bedeuten gleichzeitig, dass Frankreich im vergangenen Jahr auch die geplante Verschuldungsvolumina nicht völlig ausgeschöpft hat.

Sapin und Eckert stellten die Bekämpfung der Finanzkriminalität für das Jahr 2016 in den Vordergrund. Steueroptimierungen, Steuerverkürzungen und Steuerhinterziehungen sollen besonders bekämpft werden. Dabei zielt die französische Regierung besonders auf Unternehmen und hier auf multinationale Großkonzerne.

Unter den Sondereinnahmen von 1,2 Milliarden Euro des vergangenen Jahres schlugen Steuernachzahlungen und Selbstanzeigen mit Nachzahlungen und Strafzahlungen mit etwa einer Milliarde Euro zu Buche.

Ein vollständiger Bericht zur französischen Haushalts- und Finanzpolitik erscheint in der Tageblatt Freitag-Ausgabe (15. Januar). Er wird als E-Paper auch im Internet zu lesen sein.