Sonntag25. Januar 2026

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CSA abgeschafft … aber eigentlich ändert nichts

CSA abgeschafft … aber eigentlich ändert nichts
(Tageblatt-Archiv)

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Im Rahmen der Reform des Jugendgesetzes wurde bekanntlich angekündigt, dass die Gültigkeit der sog. "Chèque-service accueil" (CSA) für Kinderbetreuung im Bereich Sportvereine und Musikschulen abgeschafft werden soll.

Dies hatte für so manch heftige Reaktion gesorgt, u.a. hatte der nationale Fußballverband FLF in einem offenen Brief im Februar 2015 erklärt: «Es ist eine Reform, die unseren Sport erschüttern wird. Wenn die ‚chèques-services‘ abgeschafft werden, können wir gute Nacht zum ‚bénévolat‘ sagen.»

Sportminister Romain Schneider hatte daraufhin Anfang Juni die Sportverbände beruhigt und erklärt, dass die Gelder, die bisher für CSA und Sport im Familienministerium zur Verfügung standen, «ab 2017 in das Budget des Sportministeriums transferiert werden würden.» Dass demnach eigentlich nichts ändern würde, nur dass in Zukunft das Sportministerium diese Gelder verteilen würde.

Nur das Ministerium wechselt

Diese Sichtweise bestätigte Bildungs- und Jugendminister Claude Meisch in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage und er erklärte, dass Sportministerium und das nationale olympische Komitee COSL als Vertreter der Sportwelt dabei seien, Kriterien für die Vereine auszuarbeiten.

Der LSAP-Abgeordnete Roger Negri hatte auch nachgefragt wie es in Sachen Musikschulen aussehen würde. Auch hier sieht es so aus, dass die CSA in dieser Form wohl abgeschafft werden, eigentlich aber nichts ändert. Laut Minister Meisch würde zur «Rentrée» 2016/17 eine direkte Hilfe für Eltern eingesetzt, um die Minerval-Kosten der Musikschulen zu schultern. Die Kriterien würden die gleichen bleiben wie bisher bei den CSA. «De cette façon, il n’y aura pas de changement sensible pour les parents concernés et l’enseigenement musical restera accessible à l’ensemble des intéressés sans frais supplémentaires. Le commissariat à l’enseignement musical sera chargé de la gestion du dossier (…)» Hier würden demnach auszuzahlende Gelder vom Familien- ins Bildungsministerium wechseln.