2015 seien 42,1 Prozent des benötigten Stroms von Windkraftwerken geliefert worden, sagte die Sprecherin des staatlichen Energieversorgers Energinet.dk, Hanne Storm Edlefsen, am Montag in Kopenhagen der Nachrichtenagentur AFP. Der Rekordwert sei weniger auf den leichten Anstieg der Windkraftwerkskapazitäten als auf das günstige Wetter zurückzuführen.
«Es war 2015 viel windiger als in einem Durchschnittsjahr», sagte die Unternehmenssprecherin. 2014 hatte Dänemark 39,1 Prozent seines Strombedarfs mit Windenergie gedeckt. Das Land sei auf dem richtigen Weg, bis 2020 sein Ziel zu erreichen, den Anteil auf 50 Prozent zu steigern, sagte Edlefsen. Vor 2050 will Dänemark vollkommen unabhängig von fossilen Energietägern wie Erdöl werden. Zeitweise produzierten die dänischen Windkraftanlagen sogar mehr Strom, als verbraucht werden konnte.
«Wenn wir für ein paar Stunden einen Überschuss bei der Windenergie haben, verkaufen es die Produzenten an Verbraucher in Norwegen, Schweden und Deutschland», erklärte Energinet.dk-Sprecher Carsten Vittrup. Im Gegenzug kaufe Dänemark Strom von norwegischen Wasserkraftwerken, Sonnenenergie aus Deutschland sowie Strom aus Schweden, wenn dies gerade günstig sei.
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