Mehrheitlich sprach sich am Mittwoch der Gemeinderat gegen eine Schließung der Polizeidienststelle aus. Die beiden Oppositionsvertreter der LSAP enthielten sich dabei ihrer Stimme. Wie Rat Marcel Maack den Standpunkt der LSAP erläuterte, solle das Treffen mit dem Minister Etienne Schneider am 1. Februar abgewartet werden, ehe der Gemeinderat darüber befindet. Erst müssen alle Fakten und Aspekte auf den Tisch liegen. Auch wenn fraktionsübergreifend ein gemeinsamer Wille bestünde, gegen die Schliessung der Dienststelle, heißt es.
Der Minister spreche in seinem Schreiben zwar davon, nicht ohne die Zustimmung der Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, eine Schließung durchzusetzen. Die Frage welche im Raum jedoch stünde, so LSAP Rätin Myriam Picard, wie in Zukunft mit der Personaldecke bei den Dienststellen stehe? Ob sie im Falle einem Renteneintritts eines Beamten oder ähnlichen, der Posten ersetzt werde.
Mehr Personal gefordert
Zur Zeit üben fünf Beamte ihren Dienst in Rambruch aus. Das Kommissariat ist tagsüber geöffnet. Schon jetzt fallen, wegen der Urlaubsreglung während 160 Tagen im Jahr einer der Beamten aus. Rechnet man noch Krankheitsfälle hinzu oder fehlt einer der Beamten aus anderen Gründen, nimmt der Handlungsspielraum der Dienststelle weiter ab.
CSV Bürgermeister Antoine Rodesch sprach davon, dass die Dienststelle eher mit Personal aufgestockt müsse, an Stelle geschlossen zu werden. Gründe die dafür plädieren würden, wäre die Weitläufigkeit der Region und die Nähe zur belgischen Grenze. Eine Zusammenlegung der fünf Beamten von Rambruch mit den Kollegen aus Redingen/Attert, würde keinen Sinn machen und die Lage nicht verbessern. Die Region wachse in den letzten Jahren stetig an, nur die Zahl der Polizeibeamten bliebe dabei gleich.
Seit 1987 besteht das Kommissariat in Rambruch. Schon einmal habe sich die Gemeinde sich wehren müssen, nachdem die Dienststellen in Perlé geschlossen wurde. Damals wurde die bittere Erfahrung gemacht, dass das Gebiet von drei entfernt liegenden Dienststellen abgedeckt werden musste.
Zu Demaart
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