Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will am Montag darüber entscheiden, ob wegen der Verbreitung des Zika-Virus in Lateinamerika ein weltweiter Gesundheitsnotfall ausgerufen werden muss. Das teilte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am Donnerstag in Genf mit. Dazu sei eine Dringlichkeitssitzung einberufen worden. Das Virus verbreite sich in einigen Gegenden beinahe explosionsartig, sagte sie bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf.
Nach WHO-Angaben gibt es in Brasilien möglicherweise 1,5 Millionen Zika-Fälle. Zugleich warnte die UN-Organisation vor Panik. «Das ist nicht Ebola», sagte der zuständige WHO-Direktor und Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten, Marcos Espinal. Die Krankheit werde bekanntermaßen durch Mücken verbreitet. Der Kampf gegen die Überträger sei daher entscheidend, aber er sei auch mit üblichen Mitteln möglich. Brasilien habe dabei bereits gute Fortschritte gemacht.
Warnung in Luxemburg
Der Erreger, der derzeit vor allem in Brasilien grassiert und bereits in mehr als 20 Ländern registriert wurde, steht im Verdacht bei Schwangeren das ungeborene Kind teils schwer zu schädigen. Zugleich wies die WHO aber darauf hin, dass es «keinen Grund für Panik» gebe.
Luxemburgs Gesundheitsministerium hat Schwangere wegen des Zika-Virus vor Fahrten nach Latein- und Südamerika gewarnt (Link). Der Virus steht im Verdacht, bei ungeborenen Kindern schwere Fehlbildungen auszulösen.
Der Zika-Virus ist diese Woche erstmals auch im Nachbarland Deutschland und anderen europäischen Ländern entdeckt worden. Wissenschaftler wissen derzeit vor allem, dass sie zu wenig wissen über Zika.
Zu Demaart











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