Der 74-Jährige sei am Donnerstag aufgrund multiplen Organversagens nach einem Herzinfarkt gestorben, wurde seine Agentin Cynthia Bowman von Medien in seiner Heimatstadt San Francisco zitiert. Der Gitarrist, der eigentlich aus der Folk-Szene kam, wurde mit Jefferson Airplane zu den Wegbereitern des Psychedelic Rock, der in den 60er Jahren aufkam.
«Er war der erste Typ, den ich für die Band ausgesucht habe, und der erste Typ, der mir beigebracht hat, wie man einen Joint dreht», schrieb Jefferson Airplane-Sänger Martin Balin auf seiner Facebook-Seite. Hits der Band wie «Somebody to Love» oder «White Rabbit» wurden zu Hymnen der Hippie-Bewegung, die im berühmten «Summer of Love» 1967 Kantners Heimatstadt San Francisco eroberte.
Kritik
Die Band – eine der Ikonen der Gegenkultur – trat auch beim legendären Woodstock-Festival 1969 auf. Sie gehörte zu den ersten Formationen, die in Bill Grahams Fillmore-Club spielten, dem Zentrum der Hippie-Musik in San Francisco.
1969 schrieb Kantner das Lied «We Can Be Together» (Wir können zusammen sein), in Anlehnung an einen Slogan der radikalen afroamerikanischen Black-Panther-Bewegung. Damals sagte der Gitarrist dem «Rolling Stone», er verstehe, dass seine Musik als gewalttätig aufgefasst werde.
Preis
«Gewalttätig in dem Sinne, dass sie heftig alles ablehnt, was derzeit geschieht, aber keine Gewalt, bei der alles in die Luft gejagt wird», fügte Kantner hinzu. In den 80er Jahren lehnte es der Musiker ab, Slick bei der Umwandlung der Band in Jefferson Starship zu folgen. Deren poppige Musik hatte zahlreiche kommerzielle Erfolge.
Die Band Jefferson Airplane soll bei der Grammy-Verleihung am 15. Februar in Los Angeles für ihr Lebenswerk geehrt werden. Die Recording Academy, die den Preis verleiht, würdigte Kantner in einer Erklärung als «wahre Ikone» der Musikszene der 60er Jahre.
Zu Demaart
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