Samstag31. Januar 2026

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Ein hoher Grad an Unsicherheit

Ein hoher Grad an Unsicherheit
(AP/Wong Maye-e)

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Jüngste Satellitenbilder lassen auf mögliche nordkoreanische Raketentests schließen. Japans Militär ist in Alarmbereitschaft versetzt.

Nach seinem weltweit kritisierten neuen Atomtest trifft Nordkorea nach Angaben von US-Experten möglicherweise erste Vorbereitungen für den Test einer neue Weltraumrakete. Allerdings deuteten neue Satellitenbilder von der Raketen-Startanlage in Sohae an der Westküste bisher auf «Aktivitäten von geringem Umfang» hin, berichtete das US-Korea-Institut an der Johns-Hopkins-Universität am Freitag auf seiner Website «38 North».

Es könne sich eine frühe Vorbereitungsphase handeln. «Wenn das der Fall ist, ist ein Raketentest in der nächsten Woche unwahrscheinlich.» Auch könne stattdessen ein Raketentriebwerk getestet werden.

«38 North» räumt jedoch einen hohen Grad an Unsicherheit ein. So seien beispielsweise Teile der Startplattform verdeckt. Theoretisch könne sich dort eine Satelliten-Trägerrakete befinden. Auch gebe es keine kontinuierliche Beobachtung des Startgeländes.

Japan in Sorge

Japan hat sein Militär in Alarmbereitschaft versetzt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen aus Sicherheitskreisen. Im Japanischen Meer seien die Zerstörer angewiesen, sämtliche Geschosse aus Nordkorea abzufangen. Mehr als einen direkten Angriff fürchte Japan allerdings, dass Trümmerteile vom Raketentest auf sein Territorium fallen könnten.

Nordkorea hatte Ende 2012 in Sohae eine Weltraumrakete gestartet und behauptet, einen Satelliten ins All gebracht zu haben. Die USA warfen dem abgeschotteten Land vor, einen verdeckten Test für atomar bestückbare Interkontinentalraketen unternommen zu haben.

Der vierte Atomtest Nordkoreas am 6. Januar löste erneut weltweit Empörung aus. Im UN-Sicherheitsrat wird derzeit über neue Sanktionen gegen Pjöngjang diskutiert.