Samstag31. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Terrorziel Berlin mit Spur nach Belgien

Terrorziel Berlin mit Spur nach Belgien
(Reuters/Fabrizio Bensch)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

IS-Anhänger sollen in Deutschland schwere Anschläge geplant haben – der Berliner Alexanderplatz war laut Medienberichten ein Ziel. Wieder gibt es eine Spur nach Belgien

Hinter den mutmaßlichen Anschlagsplanungen der in Deutschland aufgedeckten Islamistenzelle stecken einem Medienbericht zufolge die selben Drahtzieher wie bei den Attentaten von Paris. Der Berliner «Tagesspiegel» berichtete am Donnerstag vorab, führende Mitglieder der Extremistenmiliz Islamischer Staat in Syrien hätten den Anschlag in Auftrag gegeben. Dabei habe es sich zum Teil um dieselben IS-Kader gehandelt, die auch hinter den Anschlägen vom November in Paris gesteckt hätten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitsexperten.

Bei Razzien in drei Bundesländern hatten rund 450 Polizeibeamte am frühen Morgen die Wohnungen und Arbeitsstellen von vier Algeriern durchsucht. Diese stehen nach Angaben der Berliner Polizei im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorzubereiten. Der «Tagesspiegel» berichtete, sie hätten einen Anschlag auf das Areal des früheren Checkpoint Charlie in der Innenstadt geplant.

Spur nach Moolenbeck

Den entscheidenden Tipp hätten die Behörden von einem ausländischen Nachrichtendienst bekommen. Die «Bild-Zeitung» hatte berichtet, der Berliner Alexanderplatz sei im Visier der mutmaßlichen Islamisten gewesen. Laut der belgischen Tageszeitung «Le Soir» soll ein Algerier in Brüssel-Molenbeek gelebt haben. Es soll sich um einen 26-jährigen Mann handeln.

Dem «Tagesspiegel» zufolge griff die Polizei am Donnerstag zu, weil die mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle seit einigen Tagen nicht mehr über ihre Pläne geredet hätten. Die Kommunikation sei vom Bundesamt für Verfassungsschutz und von der Polizei überwacht worden. «Als die nicht mehr über den Anschlag sprachen, war zu befürchten, dass sie ihre Planungen abgeschlossen hatten», zitierte die Zeitung Sicherheitskreise. Denkbar sei allerdings auch, dass die Zelle ihr Vorhaben aufgegeben habe.

Lesen Sie auch:

Dossier Terror in Europa