Im Jahr 2014 verfügten 44,6 Prozent der alleinerziehenden Haushalte über ein Einkommen, das unter der Armutsgrenze liegt. Armutsgefährdet sind Haushalte, denen weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens zur Verfügung steht. Als Medianeinkommen bezeichnet man den Einkommensbetrag, der die Bevölkerung in zwei gleich große Gruppen aufteilt, wobei die eine mehr, die andere weniger als diesen Betrag zur Verfügung hat. Das Medianeinkommen für Haushalte belief sich im Jahr 2013 auf 4.482 Euro im Monat.
Den Statec-Angaben zufolge sind die allein erziehenden Haushalte stärker von Armut betroffen als die Haushalte mit zwei Erwachsenen mit minderjährigen Kindern. Bei letzteren seien 2014 22,4 Prozent armutsgefährdet. Mit seinem hohen Anteil an gefährdeten Alleinerziehern liegt Luxemburg weit über dem EU-Durchschnitt (33,8 Prozent im Jahr 2014).
Alleinerzieher
9 Prozent der Haushalte mit Kindern haben nur einen Elternteil. Vor allem Frauen sind alleinerziehend: 82,7 Prozent aller betroffenen Haushalte, so Statec in seiner in diesem Monat veröffentlichten Studie „Regards sur les ménages monoparentaux“. 2009 waren es noch 89,4 Prozent.
Fast zwei Drittel der Alleinerzieher (64 Prozent) gehören der Altersgruppe der 35- bis 49-Jährigen an. 21 Prozent haben zwischen 25 und 34 Jahren. Die meisten Alleinerzieher, 60 Prozent, haben nur ein Kind, 24,6 Prozent zwei.
Die Wahrscheinlichkeit arbeitslos zu werden ist bei Alleinerzieher stärker ausgeprägt als bei Zwei-Personen-Haushalten. Statec zufolge sind 9,6 Prozent der Alleinerzieher erwerbslos. Bei den anderen Haushalten sind es 5,4 Prozent.
Zu Demaart
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