Samstag24. Januar 2026

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Belgien will kein eigenes Calais

Belgien will kein eigenes Calais
(AFP/David Stockman)

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Seit Dienstag kontrolliert Belgien wieder systematisch die Grenze zu Frankreich. Die Behörden haben Angst vor Flüchtlings-Zeltlager entlang der Küste.

Belgiens Innenminister Jan Jambon will ein illegales Flüchtlingslager auf belgischem Boden verhindern – koste es, was es wolle, berichten die Medien am Mittwoch aus dem Nachbarland. In Belgien geht die Angst vor einem möglichen Zeltlager entlang der Küste um.

Bis zu 290 Polizeibeamte sollen verhindern, dass Flüchtlinge aus dem nordfranzösischen Calais über die Grenze kommen und in Belgien neue Lager errichten, sagte Innenminister Jan Jambon am Dienstag. Außerdem solle verhindert werden, dass Migranten nach Zeebrugge gelangen, wo Fähren über den Ärmelkanal nach Großbritannien ablegen. Im Januar hat die belgische Polizei nahe der Küste insgesamt 950 Migranten aufgegriffen, die eigentlich in Richtung Großbritannien wollten. Die meisten stammten aus dem Irak und dem Iran.

Schengen ausgesetzt

Die französischen Behörden wollen große Teile des Flüchtlingslagers in Calais niederreißen, weil sie die Zustände dort für eine Gesundheitsgefahr halten. In dem Lager leben nach Angaben von Hilfsorganisationen mehr als 3000 Menschen. Unterstützer der Migranten wollen eine Aufschiebung erreichen. Nach Angaben aus Gerichtskreisen wird eine Entscheidung nicht vor Mittwoch oder Donnerstag erwartet.

Belgien und Frankreich sind Mitglider des Schengen-Abkommens, nach dem Grenzkontrollen zwischen Unterzeichnerstaaten normalerweise abgeschafft sind. Sie können jedoch vorübergehend wieder aufgenommen werden.

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