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«Nicht Europas Libanon werden»

«Nicht Europas Libanon werden»
(AFP/Aris Messinis)

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Angesichts durch von Ländern entlang der Balkanroute angedrohten Grenzschließungen fürchtet Griechenland chaotische Zustände durch einen Rückstau von Flüchtlingen.

«Griechenland wird keine einseitigen Maßnahmen akzeptieren», sagte der griechische Innenminister Ioannis Mouzalas am Donnerstag beim Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.
«Griechenland wird es nicht hinnehmen, Europas Libanon zu werden.»

Mouzalas drohte, auch Athen könne in der Flüchtlingskrise nicht abgestimmte Maßnahmen ergreifen. Griechenland steht seit Monaten in der Kritik, weil über das Land aus der Türkei kommende Flüchtlinge bisher weitgehend ungehindert Richtung Norden weiterreisen konnten.

Österreicher wollen Ströme stoppen

Am Mittwoch hatten zehn Balkan-Länder um Österreich vereinbart, die Kontrollen entlang der mazedonisch-griechischen Grenze zu verschärfen. Ziel ist es laut Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, «die Migrationsströme zu stoppen».

Deutschland und Griechenland waren zu dem Treffen in Wien nicht eingeladen worden. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte daraufhin am Mittwochabend mit einer Blockade von EU-Entscheidungen gedroht. Seine Regierung werde «keinem Abkommen mehr zustimmen, wenn die Last und die Verantwortung nicht im richtigen Verhältnis geteilt» würden, sagte er im Parlament.

Eine große Zahl von EU-Ländern wolle «eine humanitäre Krise in Griechenland bekämpfen, die sie selbst schaffen wollen», kritisierte Mouzalas. Athen sei aber nicht bereit, ein großes Flüchtlingsauffanglager für Europa zu werden, auch wenn es dafür viel Geld von der EU bekomme.