Sonntag1. Februar 2026

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Aktuelle Flüchtlingskrise im kleinen Kreis

Aktuelle Flüchtlingskrise im kleinen Kreis
(Reuters/Yannis Behrakis)

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Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer, Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundesrätin Simonetta Sommaruga sind am Freitag in Luxemburg. Man sucht in der aktuellen Flüchtlingskrise nach Lösungen.

Wegen der Flüchtlingskrise ist auf politischer Ebene in Europa ein Streit ausgebrochen. So droht der griechische Premier Alexis Tsipras mit einer Blockade. Sein Land fühlt sich von Österreich und den Ländern der Balkanroute alleingelassen.

Zugleich reagiert Österreich verärgert auf die deutsche Kritik an der Obergrenze. Wien will am liebsten die Grenzen schließen. Die Initiative sei «der Anfang vom Ende des Durchwinkens», sagte Österreichs Innenministerin Johanna Mikl- Leitner.

Lage sondieren

Außenminister Jean Asselborn: «»Wir haben keine Linie mehr, wir steuern irgendwie in die Anarchie hinein.» Er sieht in nächster Zeit keine europäische Lösung. Bis zum EU- Türkei- Gipfel am 7. März will man aber aber eine Einigung, so der Plan. In Luxemburg trifft man sich dafür am Freitag in kleiner Runde um die Lage zu sondieren.

Neben dem österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer und dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird Bundesrätin Simonetta Sommaruga aus der Schweiz mit Premierminister Xavierbettel und Außenamtschef Jean Asselborn zusammentreffen. Gerade die Schweiz sieht die Lösungssuche durch Alleingänge vereinzelter Länder erschwert.

Rückstau in Griechenland

Unterdessen versucht Griechenland, den Flüchtlingszustrom aufs Festland zu drosseln: Griechische Fähren sollen in den kommenden Tagen weniger Migranten als bisher auf den Inseln der Ostägäis abholen. «Wir müssen den Zustrom wegen des Rückstaus auf dem Festland verlangsamen», sagte der für die Küstenwache zuständige griechische Minister Thodoris Dritsas am Freitag dem Nachrichtensender Skai.

Nachdem der nördliche Nachbar Mazedonien seine Grenze teilweise geschlossen hat, hat sich in Griechenland ein Rückstau von Tausenden Flüchtlingen gebildet. Auch am Freitag warne mehrere tausend Menschen auf dem Weg nach Norden – in der Hoffnung, doch noch nach Mitteleuropa reisen zu dürfen. Mazedonien lässt aber nur wenige Syrer und Iraker passieren. Die griechischen Aufnahmelager sind überfüllt.

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