«Der Brexit wird in der Abschlusserklärung erwähnt», erfuhr Reuterts am Samstag von mehreren Teilnehmern des G20-Ministertreffens im chinesischen Schanghai. Das Thema werde mit der Tendenz erwähnt, dass ein solcher Schritt als Stabilitätrisiko betrachtet werde.
In der Wechselkurspolitik bleiben die G20-Länder den Kreisen zufolge bei ihrer Position, dass sie Wechselkurse nicht als Mittel einsetzen wollen, um sich einseitige Vorteile auf Kosten der Partner im internationalen Handel zu verschaffen.
Die G20 würden in ihrer Abschlusserklärung versichern, das sie sich keinen Abwertungswettlauf liefern wollten. «Also keine neue Qualität», sagte ein G20-Delegationsmitglied. Eine entsprechende Position hatten Industrie- und Schwellenländer auch bei früheren Treffen, wie etwa in der Türkei im vergangenen Jahr, vertreten.
Ungewöhnlich harmonisch
Das G20-Treffen in Shanghai, das am Samstag zu Ende geht, war den Kreisen zufolge bislang durch eine ungewöhnlich harmonischen Verlauf gekennzeichnet. Größere Streitpunkte habe es keine gegeben. Vor allem sei man sich den Kreisen zufolge einig, dass den Strukturreformen bei der Schaffung von mehr Wachstumsdynamik in der Welt eine zentrale Rolle zukommen müsse und dass sie beschleunigt werden sollten. Bislang sei nur ein Teil der versprochenen Reformen in den Mitgliedsländern umgesetzt worden, hieß es.
Im Zentrum der G20-Konferenz steht die Frage, wie die großen Indstrie- und Schwellenländer die Weltwirtschaft wieder zu einem dynamischeren und dauerhaften Wachstum führen können.
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