Die französischen Behörden haben mit der Teilräumung des riesigen illegalen Flüchtlingslagers bei Calais begonnen.
02.03.2016 Unter hohem Polizeischutz hat Frankreich die Teilräumung des Flüchtlingslagers von Calais fortgesetzt. (dapd/Philippe Huguen)
Anders als zum Wochenbeginn lief die Aktion am Mittwoch zunächst ohne größeren Widerstand ab. (dapd/Philippe Huguen)
(dapd/Philippe Huguen)
Die französischen Behörden haben am Montag (29.02.2016) mit der Teilräumung des riesigen illegalen Flüchtlingslagers bei Calais begonnen. (Tageblatt/Chris den Hond)
Arbeiter rissen nach und nach die Unterstände in dem "Dschungel" genannten Camp ein, in dem zuletzt rund 4000 Menschen auf eine Chance zur Weiterreise nach Großbritannien warteten. (Tageblatt/Chris den Hond)
Das Verwaltungsgericht in Lille hatte entschieden, dass die Hütten abgerissen werden dürfen, nicht aber die in dem Lager entstandenen Gemeinschaftseinrichtungen, darunter Gebetsräume, Schulen und eine Bibliothek. (Tageblatt-Archiv/Pascal Rossignol)
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Die Zustände in dem seit Jahren immer weiter gewachsenen Camp galten als katastrophal (Tageblatt/Chris den Hond)
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01.03.2016: Die Polizei war erneut mit einem Großaufgebot in dem als «Dschungel» bekannten Lager im Einsatz, um die Räumungsarbeiten abzusichern. (dapd/Philippe Huguen)
Die Behörden hatten am Montag damit begonnen, den südlichen Teil des Flüchtlingslagers zu räumen und Zelte und selbst errichtete Hütten abzureißen. (Tageblatt/Jerome Delay)
Dabei kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und Aktivisten auf der einen Seite und Polizisten auf der anderen Seite. (Tageblatt-Archiv/Pascal Rossignol)
(Tageblatt/Jerome Delay)
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(dapd/Philippe Huguen)
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Geschützt von einem Großaufgebot der Polizei rissen Arbeiter am Montag im südlichen Teil des als «Dschungel» bekannten Lagers rund 20 von den Flüchtlingen errichtete Hütten ab. Zum Einsatz kamen auch zwei Bulldozer. Die Polizei war mit mehr als 30 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Die Räumung verlief zunächst ohne größere Zwischenfälle. Eine Aktivistin der Organisation No Border, die sich für die Abschaffung der Grenzen einsetzt, wurde festgenommen. Das Verwaltungsgericht der nordfranzösischen Stadt Lille hatte vergangene Woche grünes Licht für eine Räumung des südlichen Teils des Slum-ähnlichen Lagers geben.
Die zuletzt dort in selbsterrichteten Hütten oder Zelten lebenden Flüchtlinge – die Behörden sprechen von bis zu 1000, Hilfsorganisationen dagegen von rund 3500 – sollen größtenteils in Aufnahmezentren in anderen Landesteilen gebracht werden. Viele Flüchtlinge wollen Calais aber nicht verlassen: Sie hoffen, von Calais aus mit Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen.
Am Montag versuchten zahlreiche Behördenmitarbeiter erneut, Flüchtlinge davon zu überzeugen, sich in Aufnahmezentren in anderen Regionen Frankreichs bringen zu lassen. Die zahlreichen Polizisten vor Ort sollten auch deren Arbeit schützen, sagte die Präfektin des Départements Pas-de-Calais, Fabienne Buccio, der Nachrichtenagentur AFP.
Vergangene Woche hätten No-Border-Aktivisten die Behördenmitarbeiter «angegriffen und beleidigt». Im Flüchtlingslager von Calais harren je nach Quelle 3700 bis 7000 Flüchtlinge aus. Das Lager ist den Behörden schon länger ein Dorn im Auge. Längerfristig wollen die Behörden alle Flüchtlinge in festen Unterkünften unterbringen.
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