Samstag24. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Endlich! Leonardo DiCaprio hat seinen Oscar

Endlich! Leonardo DiCaprio hat seinen Oscar
(AFP/Mark Ralston)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die großen Gewinner der diesjährigen Oscar-Nacht heißen Leonardo DiCaprio, Brie Larson, und Spotlight.

Oscar-Triumph für «The Revenant»: DiCaprio holt seine erste und Regisseur Iñárritu seine zweite Trophäe. Doch bester Film wird «Spotlight», und «Mad Max» sahnt sechs Oscars ab. Ein Highlight: Moderator Chris Rock lästert über das allzu «weiße Hollywood».

Die Oscar-Gewinner 2016
Bester Film: «Spotlight» (Regie: Thomas McCarthy)
Regie: Alejandro González Iñárritu für «The Revenant – Der Rückkehrer»
Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio («The Revenant» – Der Rückkehrer»)
Hauptdarstellerin: Brie Larson («Room»)
Nebendarstellerin: Alicia Vikander («The Danish Girl»)
Nebendarsteller: Mark Rylance («Bridge of Spies – Der Unterhändler»)
Nicht-englischsprachiger Film: «Son of Saul» (Regie: László Nemes)
Kamera: Emmanuel Lubezki für «The Revenant – Der Rückkehrer»
Original-Drehbuch: Thomas McCarthy und Josh Singer für «Spotlight»
Adaptiertes Drehbuch: Charles Randolph und Adam McKay für «The Big Short»
Schnitt: Margaret Sixel für «Mad Max: Fury Road»
Filmmusik: Ennio Morricone für «The Hateful 8»
Filmsong: «Writing’s On The Wall» aus dem Film «Spectre», Musik und Text von Jimmy Napes und Sam Smith
Produktionsdesign: Colin Gibson und Lisa Thompson für «Mad Max: Fury Road»
Tonschnitt: Mark Mangini und David White für «Mad Max: Fury Road»
Tonmischung: Chris Jenkins, Gregg Rudloff und Ben Osmo für «Mad Max: Fury Road»
Spezialeffekte: Andrew Whitehurst, Paul Norris, Mark Ardington and Sara Bennett für «Ex Machina»
Animationsfilm: «Alles steht Kopf» (Regie: Pete Docter und Jonas Rivera)
Animations-Kurzfilm: Gabriel Osorio und Pato Escala für «Bear Story»
Dokumentarfilm: Asif Kapadia und James Gay-Rees für «Amy»
Dokumentar-Kurzfilm: Sharmeen Obaid-Chinoy für «A Girl In The River: The Price Of Forgiveness»

– Make-up/Frisur: Lesley Vanderwalt, Elka Wardega und Damian Martin für «Mad Max: Fury Road»

– Kostümdesign: Jenny Beavan für «Mad Max: Fury Road»

– Live-Action-Kurzfilm: Benjamin Cleary und Serena Armitage für «Stutterer»

Der Missbrauchthriller «Spotlight», das Rachedrama «The Revenant – Der Rückkehrer» mit Leonardo DiCaprio und das Actionspektakel «Mad Max: Fury Road» sind die großen Gewinner der Oscar-Verleihung. «Spotlight» wurde von der US-Filmakademie zum besten Film des Jahres gewählt und erhielt außerdem die Trophäe für das beste Original-Drehbuch. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Aufdeckung eines Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche durch ein Reporterteam.

Mit dem bildgewaltigen Abenteuerepos «The Revenant» konnte sich Hollywoodstar DiCaprio als Hauptdarsteller den ersten Oscar seiner Karriere sichern. Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu wurde zum zweiten Mal in Folge als bester Regisseur ausgezeichnet. Außerdem gab es den dritten Oscar hintereinander für den mexikanischen Kameramann Emmanuel Lubezki.

«Mad Max» räumt ab

«Mad Max» räumte zwar die meisten Oscars in diesem Jahr ab, allerdings keinen in den Königskategorien. Sechs Trophäen gewann der rasante Film: für das Kostüm- und das Produktionsdesign, für den Film- und den Tonschnitt, die Tonmischung sowie Make-up/Frisurenstyling.

Bei den Hauptdarsteller-Preisen setzten sich die Favoriten durch: neben DiCaprio die 26-jährige Brie Larson. Sie wurde für ihre Darstellung einer aufopferungsvoll kämpfenden Mutter in dem Entführungsdrama «Room» geehrt.

Mit den Auszeichnungen für die besten Nebendarsteller überraschte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences Arts hingegen das Publikum: Die Schwedin Alicia Vikander und der britisch-amerikanische Schauspieler Mark Rylance bekamen ihre ersten Oscars. Die 27-jährige Vikander erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle in dem Transsexuellendrama «The Danish Girl». Rylance wurde für sein Spiel in dem Steven-Spielberg-Film «Bridge of Spies – Der Unterhändler» ausgezeichnet.

«Preise der Weißen»

Den größten Gesprächsstoff dieser 88. Verleihung lieferte jedoch der schwarze Moderator Chris Rock. Die Awards seien auch als die «Preise der Weißen» bekannt, sagte der 51-Jährige – gekleidet in einen weißen Anzug. Eine Anspielung auf die Kontroverse um die diesjährigen Nominierungen – in den wichtigsten Kategorien waren keine Afroamerikaner unter den Oscar-Kandidaten. Im Internet lief die lebhafte Debatte unter dem Hashtag #OscarsSoWhite.

Doch bei Anspielungen beließ es Rock nicht – er wurde deutlicher: «Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?» Diese ganze «Keine Schwarzen»-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. «Da gab es aber keine Proteste», sagte Rock mit Verweis auf die 50er und 60er Jahre. «Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt», dann sei einem egal, was die beste Dokumentation sei. Das Thema zog sich durch die gesamte Gala und wurde immer wieder aufgegriffen, vor allem von Chris Rock, aber auch von einigen anderen Filmgrößen.

Die beiden Drehbuch-Oscars gingen an den Missbrauchsthriller «Spotlight» (Originaldrehbuch) sowie den Finanzthriller «The Big Short» für das beste adaptierte Drehbuch.

Der Film «Chau, beyond the Lines» des Luxemburgers Jerry Franck, der in der Kategorie «Kurzer Dokumentarfilm» nominiert war, gewann keinen Oscar.