Es war wohl eine intensive Nacht für die drei Jungs: Sie cruisen, kiffen – und werden von der Polizei in der route de Luxembourg in Düdelingen angehalten. «Eine Patrouille wurde auf ein langsam fahrendes Fahrzeug mit drei Insassen aufmerksam», heißt es im Polizei-Bericht. Waren sie bereits stonet? Wollten sie nur cruisen? Egal. Es ist 5 Uhr morgens, die Polizei hat die drei im Visier.
Das Fahrzeug wird überprüft. Die Polizisten riechen Marihuana. Der Fahrer des Kiffermobils wird zum Drogenschnelltest gebeten. Er ist positiv. Im Fahrzeuginneren wird zudem eine kleinere Menge Drogen gefunden. Der Verdacht der Beamten bestätigt sich.
Name des mutmaßlichen Dealers
Die drei Kiffer haben keine Lust auf Ärger mit den Behörden. Sie petzen und verraten den Namen ihres Marihuana-Verkäufers. Er ist kein Unbekannter: «Dieser Name wurde bereits in anderen Ermittlungen erwähnt.» Die Beamten fackeln nicht lange und beschließen eine Hausdurchschung beim mutmaßlichen Drogendealer. Die Drogenspürhunde sind mit von der Partie.
Die Funde sind jedoch alles außer atemberaubend. Die Polizei findet in einem Zimmer mehrere Einmachgläser. Eines davon liegt zerbrochen auf dem Boden, umringt von Scherben und Marihuana. Ein weiterer Glasbehälter enthält «eine größere» Bargeldsumme, so die Polizei. Vielleicht sind es nur die von Omi gesparten Groschen? Man weiß es nicht. Für die Polizei scheint jedenfalls bereits ein Zusammenhang zwischen Gras und Geld zu bestehen.
Tütchen aus Dachluke geworfen
Die emsigen Ermittler suchen weiter und werden erneut fündig: Der mutmaßliche Dealer habe ein Tütchen Marihuana aus der Dachluke geworfen, als er die Beamten vor der Haustür sah, heißt es im Bericht. Was bleibt also von der sensationellen Hausdurchsuchung? 200 Gramm Marihuana wurden beschlagnahmt.
Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, der «junge Mann» – das Alter ist unbekannt – festgenommen und die anschließende Vorführung angeordnet.
Zu Demaart
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