Lange vor dem Datenleck der Panama Papers haben sich Wikileaks und ihr zentrale Figur Julian Assange als furchtlose Enthüllungsspezialisten krummer Machenschaften einen Namen gemacht. Doch das Datenleck Panama Papers übertrifft bei Weitem sowohl vom Volumen als auch von der Tiefe der aufgedeckten Informationen her jenen von Wikileaks.
Einen Schatten auf Panama Papers dürfte jedoch die Aussage ausgerechnet von Wikileaks werfen, die auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurde. Dort behauptet Wikileaks dass die US-Regierung den Panama Papers Angriff auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin finanziert habe. Ein Modell von Integrität sei das nicht, auch wenn es gute Journalisten sind, heißt es dort.
US govt funded #PanamaPapers attack story on Putin via USAID. Some good journalists but no model for integrity. pic.twitter.com/5MnZbB6Zwz
— WikiLeaks (@wikileaks) 6. April 2016
Eine Regierungsbehörde
Konkret im Visier hat Wikileaks das „Organized Crime and Corruption Reporting Project” (OCCRP), das zusammen mit dem Internationalen Journalistenkonsortium ICIJ das Datenleak aufgearbeitet hat. OCCRP habe den Angriff auf Putin produziert und sei von USAID und von der Stiftung des Multimilliardärs Georges Soros finanziert worden.
USAID (United States Agency for International Development) ist eine Regierungsbehörde. Sie finanziert Entwicklungsprojekte. Bekannt ist jedoch auch ihre indirekte Beteiligung, dank großzügiger Spenden, am Maidan-Aufstand, der schließlich Petro Poroschenko in Kiew an die Macht brachte.
OCCRP wurde 2006 gegründet. Es vereint Recherchezentren und Journalisten, die laut Wikipedia in Osteuropa, im Kaukasus, Zentralasien udn Mittelamerika aktiv sind.
#PanamaPapers Putin attack was produced by OCCRP which targets Russia & former USSR and was funded by USAID & Soros. pic.twitter.com/tgeKfLuROn
— WikiLeaks (@wikileaks) 5. April 2016
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