Zu dem bundesweiten Aktionstag hatte die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen. An der Saar gab es bei gutem Wetter Kundgebungen an den Stahlstandorten Völklingen, Dillingen, Neunkirchen und Saarbrücken. «Wir sind selbst überrascht über die hohe Teilnehmerzahl», sagte der Stahlbeauftragte der IG Metall Saarland, Robert Hiry. «Wir haben die Herzen der Bürger gewinnen können.» Die Polizei konnte vorerst noch keine Gesamtzahl der Demonstranten nennen.
In Dillingen versicherte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) laut Mitteilung: «Unser Land braucht die Stahlindustrie. Sie ist, wenn es um Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstand geht, geradezu lebenswichtig für das Saarland.» Mehr als 22 000 Jobs seien direkt und indirekt mit der Stahlindustrie verbunden.
Die Demonstranten wollten Druck auf die Bundesregierung machen, um die Pläne der EU-Kommission zur Verteuerung des Handels mit CO2-Zertifikaten von 2020 an zu beeinflussen. Die energieintensive Stahlindustrie befürchtet in Deutschland Mehrkosten bis zu einer Milliarde Euro jährlich.
Auch in Berlin und Duisburg gingen die Kollegen auf die Straße um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können