Zudem werde die Ausstellung von Haftbefehlen geprüft, sagte die oberste Anklägerin Luisa Ortega am Montag (Ortszeit) dem Sender Globovision.
Die vertraulichen Papiere der panamaischen Beratungsfirma Mossack Fonseca zu Konten und Briefkastenfirmen in Steueroasen waren vergangene Woche bekannt geworden.
Darin tauchen aus Venezuela unter anderem die Namen eines früheren hohen Militäroffiziers, eines ehemaligen Managers der staatlichen Ölgesellschaft und eines Sicherheitsbeamten auf, der während der Amtszeit des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez im Präsidentenpalast tätig war.
Hundertausende Dokumente
Dessen Nachfolger Nicolás Maduro hatte vergangene Woche die Ermittlungen veranlasst. Berichten zufolge taucht das sozialistisch geführte Land in 241.000 der 11,5 Millionen an die Medien weitergereichten Dokumente auf.
Das Thema spielt allerdings keine große Rolle, zumal das Land durch eine schwere Wirtschaftskrise geht. Zudem halten die Venezolaner laut Transparency International ihre Regierung ohnehin für sehr korruptionsanfällig – das Misstrauen ist hier größer als in jedem anderen südamerikanischen Land.
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