Sonntag15. Februar 2026

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Al-Sisi tritt Freiheit mit Füssen

Al-Sisi tritt Freiheit mit Füssen
(Ivan Sekretarev)

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Ägyptens Vereinigung der Journalisten hat Massenfestnahmen vor geplanten Demonstrationen gegen die Regierung scharf kritisiert.

«Die gesamte Nation wird den Preis zahlen für die Rückkehr des Überwachungsstaates und das Entfesseln der (Sicherheits)-Dienste im Umgang mit denen, die eine andere Meinung haben», teilte die Organisation am Samstag mit.

Menschenrechtsanwälte sagten der Deutschen Presse-Agentur, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hätten Einsatzkräfte Dutzende Menschen in Kairo und anderen Teilen Ägyptens festgenommen. Dabei habe es sich sowohl um wahllose Inhaftierungen in Cafés im Zentrum Kairos als auch um gezielte Razzien in Privatwohnungen und Häusern gehandelt.

Regierungsgegner werden mundtot gemacht

Die Anwältin Ragia Omran geht insgesamt von etwa 75 Festnahmen aus, ihr Kollege Mochtar Munir von der ägyptischen Vereinigung für die Freiheit des Geistes sprach von ungefähr 100. Den Informationen zufolge seien bislang nur wenige der Inhaftierten wieder entlassen worden. Das Innenministerium äußerte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht.

Aktivisten haben für diesen Montag Demonstrationen gegen die Regierung angekündigt. Hintergrund ist der umstrittene Plan von Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi, zwei Inseln unter ägyptischer Aufsicht im Roten Meer an Saudi-Arabien zu übergeben. Deswegen hatte es Mitte April bereits die größten nicht-islamischen Proteste gegen die Regierung seit Jahren gegeben.