Sonntag1. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Die EU sucht nach einem Plan B

Die EU sucht nach einem Plan B
(AP/Yasin Bulbul)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Sollte das Flüchtlingsabkommen mit der türkischen Regierung scheitern, setzt die EU ganz auf die Inseln Griechenlands.

Angesichts wachsender Furcht vor einem Scheitern des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei diskutierten Regierungschefs einiger EU-Staaten laut deutschen Medienberichten über Alternativen. Die «Bild»-Zeitung beruft sich auf Aussagen von mit den Vorgängen vertrauten Personen.

Wie das Blatt (Montag) schreibt, wird unter anderem erwogen, griechische Inseln zu zentralen Aufnahmestellen für Flüchtlinge zu machen, sollte die türkische Regierung die Grenzen für Migranten Richtung EU wieder öffnen. Die Flüchtlinge sollten dann auf den Inseln registriert werden.

Hilfszahlungen stoppen

Zugleich soll der Fährverkehr zum griechischen Festland ausgesetzt werden. Die Menschen würden dann auf den Inseln festsitzen, abgelehnte Asylbewerber könnten von dort direkt in ihre Heimatländer abgeschoben werden, zitiert «Bild» einen Minister eines EU-Landes.

Die Hilfszahlungen an Ankara sollten im Falle eines Scheiterns außerdem gestoppt werden und stattdessen Griechenland zugute kommen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan machte nach dem angekündigten Rückzug seines Regierungschefs Ahmet Davutoglu klar, dass er eine Änderung der Terrorgesetze seines Landes ablehnt. Die Gesetzesänderung ist ein wichtiger Baustein des Flüchtlingspaktes der EU mit der Türkei, weil sie Voraussetzung für die von Ankara geforderte Visumfreiheit für Türken ist.

Lesen Sie auch:

Dossier Flüchtlingskrise in Europa