Fabrice Luchini, Valeria Bruni Tedeschi und Juliette Binoche (Tageblatt-Archiv/Yves Herman)
(dapd/Antonin Thuillier)
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12.5.2016: George Clooney mit seiner Gattin Amal Clooney und Julia Roberts (dapd/Alberto Pizzoli)
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Julia Roberts, George Clooney (Tageblatt-Archiv/Regis Duvignau)
Julianne Moore (dapd/Alberto Pizzoli)
Susan Sarandon und Naomi Watts (Tageblatt-Archiv/Yves Herman)
(Tageblatt/Joel Ryan)
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Eva Longoria (Tageblatt-Archiv/Jean-paul Pelissier)
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Elsa Zylberstein (Tageblatt-Archiv/Eric Gaillard)
(Tageblatt/Joel Ryan)
Susan Sarandon und Naomi Watts (Tageblatt-Archiv/Jean-paul Pelissier)
(Tageblatt-Archiv/Eric Gaillard)
(Tageblatt/Joel Ryan)
(Tageblatt-Archiv/Yves Herman)
(Tageblatt-Archiv/Jean-paul Pelissier)
(Tageblatt/Joel Ryan)
Ein schlechtes Omen für die 69. Ausgabe des prestigeträchtigen Festivals? Cannes gibt sich hingegen optimistisch. Man habe alles im Griff, man sei gut vorbereitet (vor drei Wochen wurde mit mehr als 200 Freiwilligen der Ernstfall einer Terrorattacke geübt) und man werde auch diesmal den Ansturm der 100.000 Gäste (davon 40.000 Akkreditierte) bewältigen.
Im Angesicht dieser Zahlen erscheint die Frage einer großen französischen Tageszeitung gar nicht mal so abwegig: „Utile ou futile?“ Mit anderen Worten: Braucht Cannes, braucht Frankreich ein solches Mega-Event, das während zwei Wochen sämtliche europäische und sogar einige US-amerikanische Kultursendungen mit Beschlag belegt? Was soll in Zeiten von Netflix, VOD und ähnlichen Anbietern dieser spektakuläre Kinozirkus?
Für Thierry Frémaux, „délégué général“ des Festivals, ist Cannes super wichtig, nützlich und außergewöhnlich, weil man dort, so Frémaux, 70% der großen und wichtigen Filme eines Jahres sehen kann und weil während zwei Wochen das Herz der Welt im Kino-Rhythmus schlägt. Für Mathilde Incerti, Presse-Attaché zahlreicher bekannter Regisseure wie Michael Haneke, Hirokazu Koreeda, Hou Hsiao-hsien, ist das Festival ein Karrierebeschleuniger. Es beschert talentierten Filmemachern rascher die verdiente Aufmerksamkeit von Publikum und Presse und stellt letztlich auch, laut Incerti, die Reflexe und das Selbstverständnis des Filmmarktes in Frage.
Auch wenn im Mai die Blicke aller Kinointeressierten ganz automatisch nach Cannes gerichtet sind, so verleihen große populäre Namen dem Festival noch etwas mehr Glanz. Woody Allen, zum 14. Mal hier in Cannes, war noch nie im offiziellen Wettbewerb. Er sei kein guter Verlierer, aber er liebe Südfrankreich und komme gerne nach Cannes, das sei „so etwas wie Ferien“.
— Festival de Cannes (@Festival_Cannes) 11. Mai 2016
„Café Society“ läuft ab dem heutigen Donnerstag auch in den luxemburgischen Kinos und der mittlerweile 80-jährige Regisseur setzt hier ganz auf gewohnte Zutaten; Jazz aus den 30er-Jahren, ein bisschen Hollywood, eine solide Prise New York und namhafte Schauspieler wie Kirsten Dunst, Jesse Eisenberg, Blake Lively und Steve Carell, der Bruce Willis ersetzen durfte, nachdem dieser sich seinen Text partout nicht merken konnte und dadurch das gesamte Team in den Wahnsinn getrieben habe.
Bobby, ein junger New Yorker, will in den 30er-Jahren sein Glück in Kalifornien versuchen. Er hofft, sein Onkel Phil, ein namhafter Produzent, könne ihm unter die Arme greifen, um in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Mit Hilfe von Onkel Phil lernt Bobby viele bekannte Stars kennen und auch privat scheint es zu klappen, als er der attraktiven Vonnie begegnet. Allen hat hier nichts wirklich Neues in seinen Film hineingepackt, dafür aber vieles, was man an seinen bisherigen Filmen schätzte; die jazzige Musik der 30er-Jahre, ohne die ein Woody Allen undenkbar scheint, humorvolle Dialoge und Situationen, bei denen der Zuschauer den Schauspielern immer einen Schritt voraus ist.
Kein wirklich kreatives Highlight in der Karriere des US-Regisseurs, aber angenehm verpackt und etwas melancholischer als man es sonst von ihm kennt. Mit „Café Society“ wird der bekannte New Yorker vor allem seine Fans zufriedenstellen.
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