Freitag13. Februar 2026

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Spannung pur: 50-50

Spannung pur: 50-50
(AP/Ronald Zak)

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Der Ausgang der österreichischen Bundespräsidentenwahl ist nach der letzten Hochrechnung völlig offen. Das endgültige Ergebnis gibt es erst am Montag.

Ein Land wählt einen Präsidenten, aber die Entscheidung wird vertagt. Das Ergebnis ist so knapp, dass erst die Auszählung der Briefwahlstimmen zeigen wird, wen Österreich als Staatschef bekommt.

Vorläufiges Endergebnis: Hofer 51,9%

Bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich hat Norbert Hofer, ohne Berücksichtigung der Briefwähler, laut dem vorläufigem Endergebnis 51,9 Prozent der Stimmen geholt. Das teilte das Innenministerium in Wien am Sonntagabend mit. Sein Kontrahent, der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen, hat demnach 48,1 Prozent erhalten.

Laut Hochrechnungen, die die hunderttausenden Briefwahlkarten miteinrechnen, gibt es einen Gleichstand zwischen den Kandidaten. Beide kommen demnach auf exakt 50 Prozent. Ein offizielles Endergebnis wird es erst am Montag nach Auszählung der Stimmen von Briefwählern geben. (dpa)

Nach Hochrechnungen vom Sonntagabend kamen der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, und sein Konkurrent Alexander Van der Bellen auf je genau 50 Prozent der Stimmen. Wer das «Herzschlag-Final» gewinnt, entscheidet sich erst an diesem Montag nach Auszählung mehrerer hunderttausend Briefwahlstimmen.

Der von den Grünen unterstützte Van der Bellen hatte in den ORF-Hochrechnungen am Abend einen minimalen Vorsprung von rund 4.000 Stimmen. Der 72-jährige Wirtschaftsprofessor und frühere Grünen-Chef konnte vor allem in den großen Städten punkten.

0,7% Unsicherheitsfaktor

Der gelernte Flugzeugtechniker Hofer gewann laut Analysen besonders Wähler im ländlichen Raum für sich. Sollte der Sportschütze und Burschenschafter das Rennen machen, wäre der 45-Jährige der erste Rechtspopulist an der Spitze eines EU-Staats.

Die Schwankungsbreite der Hochrechnung gegen 19.00 Uhr betrug plus/minus 0,7 Prozentpunkte, bei einem Auszählungsgrad von 99,9 Prozent. Das Endergebnis wird laut Aussage der ARGE-Wahlen erst an diesem Montag nach Auszählung aller Briefwahlstimmen feststehen.

Die erste Hochrechnung hatte noch Hofer knapp in Führung gesehen, dann hatte kurzzeitig Van der Bellen die Führung übernommen. Später pendelten sich die Zahlen auf ein Patt ein.

Ein Unsicherheitsfaktor bei den Hochrechnungen war die Rekordzahl von voraussichtlich etwa 700.000 bis 800.000 Briefwählern. Das sind mehr als zehn Prozent der 6,4 Millionen Wahlberechtigten. Die Wahlbeteiligung lag nach der ORF-Hochrechnung von 19.00 Uhr bei 71,8 Prozent, eine leichte Steigerung gegenüber dem ersten Durchgang am 24. April.