Laut den Ende vergangener Woche veröffentlichten Zahlen des Europäischen Statistikamtes Eurostat lebten am 1. Januar dieses Jahres 510,1 Millionen Menschen in der EU während ein Jahr zuvor die Bevölkerungszahl auf 508,3 Millionen geschätzt wurde. Die Statistiker auf Kirchberg registrierten zudem erstmals eine negative natürliche Bevölkerungsveränderung: So wurden im Jahr 2015 in der EU insgesamt 5,2 Millionen Sterbefälle verzeichnet, allerdings nur 5,1 Millionen Geburten. Die dennoch positive Bevölkerungsentwicklung ist demnach auf die Zuwanderung zurückzuführen.
Der größte Zuwachs wurde den Statistiken zufolge in Luxemburg verzeichnet. 23,3 Personen pro 1.000 Einwohner wurden hierzulande registriert. Gefolgt wird Luxemburg von Österreich, (14,4 pro 1.000 Einwohner), Deutschland (11,8 pro 1.000 Einwohner), Malta (11,7‰), Schweden (10,6‰), Dänemark (8,4‰) und Belgien (7,2‰). Den größten Rückgang verzeichneten Litauen, Lettland, Kroatien, Bulgarien, Griechenland und Rumänien (in dieser Reihenfolge).
Nach wie vor sind Deutschland (82,2 Millionen Einwohner), Frankreich (66,7 Mio.), das Vereinigte Königreich (65,3 Mio.) und Italien (60,7 Mio.) die bevölkerungsreichsten Staaten in der EU. Die bevölkerungsmäßig kleinsten EU-Länder sind Malta (434.400 Einwohner), Luxemburg (576.200 Einwohner), Zypern (848.300), Estland (1.315.900) und Lettland (1.969.000).
Im Verhältnis der Sterbefälle gegenüber den Geburten steht Luxemburg im EU-weiten Vergleich ebenfalls nicht schlecht da. Nur Irland (+7,7 Personen pro 1.000 Einwohner) und Zypern (+3,9 Personen pro 1.000 Einwohner) liegen vor Luxemburg (+3,7 Personen pro 1.000 Einwohner), das von Frankreich (+3,0 Personen pro 1.000 Einwohner) und dem Vereinigten Königreich (+2,7 Personen pro 1.000 Einwohner) in Sachen positiver natürlicher Bevölkerungsveränderung gefolgt wird. In Bulgarien (-6,2‰), Kroatien (-4‰), Ungarn (-4‰) und Rumänien (-3,8‰) hingegen starben mehr Menschen als im gleichen Zeitraum geboren wurden.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können