Françoise Mallet-Joris, belgisch-französische Schriftstellerin und Mitglied der prestigeträchtigen französischen Académie Goncourt verstarb im Alter von 86 Jahren.
Das umfangreiche Werk von Mallet-Joris umspannte mehr als fünf Jahrzehnte. Sie beschrieb viele Frauen- und Gesellschaftsthemen. 1958 gewann sie den von einer Frauen-Jury vergebenen «Prix Femina» für ihr Buch «L’Empire Celeste».
Erstes Werk löste Skandal aus
Mallet-Joris war der Künstlername der am 6. Juli 1930 in Antwerpen geborenen Françoise Lilar. Sie war die Tochter des belgischen Politikers Albert Lilar und seiner Frau Suzanne, die ebenfalls Schriftstellerin war.
Ihr erstes Buch veröffentlichte sie 1951 – «Le Rempart des beguines». Das Werk löste einen Skandal aus. Es handelt von einem jungen, bürgerlichen Mädchen, das eine Affäre mit der Geliebten seines Vaters beginnt.
Im Laufe ihrer Karriere veröffentlichte Mallet-Joris mehr als zwei Dutzend Bücher. Ihre weit reichenden Interessen verweigerten sich einer einfache Einordnung: «Ich wünschte, wir könnten mit beiden Händen schreiben, damit jede das Gegenteil der anderen schreiben kann», sagte sie bei einer Rede in der Académie Goncourt. Mit ihrem Tod habe die französische Literatur eine ihrer «schönsten Schreibfedern» verloren, hieß es aus dem Kulturministerium.
Zu Demaart
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