In einer Rede zum Thema Demokratie und Terrorismus an einer linksgerichteten Politikstiftung kündigte Frankreichs Präsident François Hollande am Donnerstag an, er werde nicht zulassen, dass der Ruf des Landes «in den kommenden Monaten oder Jahren» Schaden nehme.
In der kämpferischen Ansprache erklärte er weiter, die Grundsätze der Verfassung seien keine «juristischen Feinheiten». Der ehemalige Präsident Nicholas Sarkozy hatte diesen Begriff verwendet bei seiner Forderung, die französische Antwort auf die jüngsten Anschläge müsse gnadenlos ausfallen.
Hollande signals he’ll run #présidentielle2017: I won’t let #France decline over coming yrs; it’s a lifelong battle pic.twitter.com/kRTQVopCOL
— Yannis Koutsomitis (@YanniKouts) 8. September 2016
Unbeliebter Präsident
Sarkozy hatte im August erklärt, er wolle erneut für das höchste Staatsamt antreten. Die erste Runde der Wahl findet im April 2017 statt. Hollande ist der unbeliebteste Präsident der modernen französischen Geschichte. Die Kritik richtet sich gegen seine Wirtschafts- und Sicherheitspolitik.
Nach einer am Mittwochabend veröffentlichten Umfrage sind fast neun von zehn Franzosen gegen eine erneute Präsidentschaftskandidatur des 62-Jährigen. Umfragen zufolge wäre er bei den Wahlen chancenlos und würde schon in der ersten Runde ausscheiden. Hollande will erst im Dezember bekanntgegeben, ob er für eine Wiederwahl antritt oder nicht.
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