In diesem Jahr suchten bislang 1.421 Flüchtlinge in Luxemburg um Asyl an. Das geht aus neuesten Zahlen des luxemburgischen Außenministeriums hervor. Im Vorjahr wurden zum gleichen Zeitpunkt 1.214 Asylanträge registriert. Allerdings stiegen die Anfragen bis Jahresende erheblich, sodass 2015 insgesamt 2.447 Asylbewerber gezählt wurden.
Die meisten Asylanträge (265) wurden in diesem Jahr im Januar gestellt. Die wenigsten, mit 103 an der Zahl, im März. Seitdem steigt die Zahl der Antragsteller kontinuierlich, mit Ausnahme des Monats Juli, als nur 131 neue Anträge gestellt wurden.
Die meisten Asylbewerber (128) kommen aus europäischen Staaten: aus Albanien 39, Serbien 35, Kosovo 31, Bosnien-Herzegowina 11, Mazedonien 9, Türkei 2 und Russland 1. 39 Antragsteller kamen aus Afrika, davon 9 aus der Demokratischen Republik Kongo, 6 aus Algerien und jeweils 4 aus Nigeria und dem Sudan. Andere Herkunftsländer sind u.a. Kamerun, Marokko, Gambia, Tunesien und Angola. Aus Asien schließlich kamen 32 Antragsteller, davon 16 aus Syrien, 11 aus Georgien und jeweils einer aus Afghanistan, Irak, Iran, Kasachstan und dem Libanon.
Bereits 383 Rückführungen in diesem Jahr
In der Gesamtzahl der diesjährigen Asylbewerber sind allerdings nicht jene 27 syrischen Flüchtlinge enthalten, die im Rahmen des Abkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei im Großherzogtum angesiedelt wurden. Diese Menschen erhalten sofort den Status eines Asylanten.
Die meisten Asylsuchenden stammen in diesem Jahr bislang aus Syrien (222), dem Kosovo (156), Irak (150), Albanien (145), Serbien (75), Algerien (62), Eritrea (59), Bosnien-Herzegowina (55), Afghanistan (53) und Marokko (51).
Von 1.540 in diesem Jahr bearbeiteten Anträgen wurde 509 Flüchtlingen in Luxemburg internationaler Schutz gewährt. Im vergangenen Jahr erhielten 200 Menschen in Luxemburg Asyl, von 1.232 bearbeiteten Fällen.
383 abgelehnte Asylbewerber wurden in diesem Jahr bislang zurückgeführt, davon die meisten nach Kosovo (97), Albanien (65), Irak (55), Bosnien-Herzegowina (54), Montenegro (37) und Serbien (19). 328 dieser Rückführungen erfolgten nach Angaben des Ministeriums auf freiwilliger Basis, die restlichen 55 Rückführungen wurden erzwungen.
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