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Slimani erhält Prix Goncourt

Slimani erhält Prix Goncourt
(AFP/Joel Saget)

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Leïla Slimani hat den Prix Goncourt erhalten. Der Prix Renaudot geht an Yasmina Reza.

Der französische Literaturpreis Prix Goncourt geht in diesem Jahr an die französisch-marokkanische Schriftstellerin Leïla Slimani. Die 35-jährige werde für ihren Roman «Chanson douce» geehrt, teilte die Jury am Donnerstag in Paris mit. Das Erfolgsbuch über eine mordende Kinderfrau ist der zweite Roman der Autorin.

Der Prix Goncourt ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der französischsprachigen Literatur. Den Angaben zufolge stimmten die Jurymitglieder der Académie Goncourt gleich in der ersten Abstimmungsrunde mit sechs von zehn Stimmen für «Chanson douce».

«Das Baby ist tot»

Der Roman, der sich wie ein Thriller liest, beginnt mit dem Satz: «Das Baby ist tot.» Die Mörderin ist die Kinderfrau, die mit ihrer aufopfernden und diskreten Art den Anschein einer perfekten «Perle» gehabt hatte. In dem Buch untersucht Slimani, selbst Mutter, wie es zu der Tragödie kommt. Die ehemalige Journalistin Slimani ist erst die zwölfte Frau in der 112-jährigen Geschichte des Prix Goncourt, die die renommierte Auszeichnung erhält. Ihren Preis widmete sie ihren Eltern, vor allem ihrem vor zehn Jahren verstorbenen Vater, wie sie AFP am Donnerstag sagte.

Der Preis ist mit nur zehn Euro dotiert – allerdings verspricht der Prix Goncourt einen massiven Anstieg der Verkaufszahlen des preisgekrönten Buches mit einer Auflage von mindestens 450.000 Stück. Wie ebenfalls am Donnerstag bekannt wurde, wird die Autorin Yasmina Reza in diesem Jahr für ihren Roman «Babylone» mit dem Literaturpreis Prix Renaudot ausgezeichnet. Reza ist vor allem als Dramaturgin bekannt, ihre Werke sind die am meist aufgeführten französischsprachigen Theaterstücke.