In der rue du Parc, gleich neben dem Eingang zum Freibad, wird im kommenden Jahr mit dem Umbau der ehemaligen „Epicerie Petit“ begonnen. Bis zur „Rentrée“ 2018 soll hier eine „Maison des chercheurs“ entstehen.
In dem Haus werden insgesamt neun Zimmer à jeweils 22 Quadratmeter eingerichtet, in denen Doktoranden und Postdoktoranden für die Dauer ihrer Tätigkeit an der Uni Luxemburg wohnen können. Zusätzlich werden sie eine Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsraum zu ihrer Verfügung haben.
„Eigentlich hatten wir geplant, dort eine ‚Maison relais‘ einzurichten, doch wegen der gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen hätten wir nur 27 Kinder dort unterbringen können“, erklärte der Düdelinger Bürgermeister Dan Biancalana am Donnerstag gegenüber dem Tageblatt. In Übereinstimmung mit dem Escher Architekten Jim Clemes sei man zu dem Schluss gekommen, dass diese Lösung nicht zufriedenstellend und das Haus nicht für eine Tagesstätte geeignet sei.
Weil ein Bedarf an Wohnungen für Studenten und Mitarbeiter der Uni bestand, habe der Schöffenrat sich für die Einrichtung der „Maison des chercheurs“ entschieden, sagte Dan Biancalana. Das Haus liege in einem ruhigen Viertel in unmittelbarer Nähe der Sporthalle, bis zum Bahnhof sind es nur 10 bis 15 Minuten Fußweg. Die Gemeinde hatte das Haus 2010 für 500.000 Euro erworben und dafür einen staatlichen Zuschuss erhalten.
Nun wird das Haus renoviert und teilweise ausgebaut. Die Kosten belaufen sich auf 1,65 Millionen Euro, das Projekt wird zu 70 Prozent vom Ministerium für Wohnungsbau bezuschusst.
„Crèche“ für 49 Kinder
Das zweite große Projekt, das heute im Gemeinderat zur Abstimmung gelangen wird, ist ein neues Mehrzweckgebäude, das von dem Düdelinger Büro FG Architectes im „Quartier Italien“ gebaut werden soll. Neben einer öffentlichen Kindertagesstätte für insgesamt 49 Kinder im Alter bis zu vier Jahren ist auch ein Saal mit einem Airtramp geplant. Ein Aitramp ist ein großes Luftkissen, das zu heilpädagogischen Zwecken eingesetzt wird. In Düdelingen könne es sowohl von der „Crèche“ als auch von den Schulen und den „Maisons relais“ genutzt werden, betonte der Düdelinger Bürgermeister. Ergänzt wird das Angebot noch von einem Psychomotorik- und einem Snoezel-Raum. „Dies wird die erste ‚Crèche‘ in Düdelingen, die von der Gemeinde in Eigenregie betrieben wird“, freute sich Biancalana. Sie soll von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein.
Im Untergeschoss werden Archiv-Räume für das „Centre de documentation sur les migrations humaines“ eingerichtet. Im ersten Stockwerk werden dem Interessenverein des Viertels Schmelz sowie dem sozialen Projekt „Ensemble“ von Inter-Actions Büros und Versammlungsräume zur Verfügung gestellt.
Geplant sind auch ein Freiluft-Spielplatz und eine Fotovoltaikanlage, die aber noch nicht im Kostenvoranschlag einbegriffen sind. Dieser beläuft sich auf 4,27 Millionen Euro. Zuschüsse habe die Gemeinde Düdelingen bereits bei den Ministerien für Kultur und Bildung beantragt, so der Bürgermeister.
Die Dauer der Bauarbeiten in der rue des Minières werde rund 24 Monate betragen, die Eröffnung des Mehrzweckgebäudes im Italien-Viertel werde voraussichtlich Mitte 2019 erfolgen.
Zu Demaart
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