Donnerstag22. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

„Unpassender Tonfall“

„Unpassender Tonfall“
(Christophe Olinger)

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Soll der Kollektivurlaub im Bausektor flexibler werden? Laut Infrastrukturminister "ja". Der OGBL sieht hier aber keinen Handlungsbedarf. Es gebe schon ausreichend Ausbahneregelungen.

Infrastrukturminister François Bausch sorgte mit dem Vorschlag einer Flexibilisierung des Kollektivurlaubs im Bausektor für Aufsehen. Der Grünen-Politiker sprach sich für mehr Ausnahmeregelungen im Monat August aus, damit unter anderem Staus verhindert werden könnten.

Als konkretes Beispiel nannte er den Stillstand auf der Baustelle auf der B7, welche für Stau gesorgt hätte. Jean-Luc De Matteis bezog am Mittwoch Stellung zu den Aussagen des Infrastrukturministers.

Der OGBL-Gewerkschafter unterstrich zunächst, dass der Kollektivurlaub sowohl von den Arbeitnehmern als auch von den Arbeitgebern begrüßt wird. Erstere hätten so einen festgelegten Zeitraum, um sich zu erholen und Zeit mit ihren Familien zu haben. Die Arbeitgeber hätten ihrerseits durch den Kollektivurlaub Planungssicherheit.

Des Weiteren gäbe es bereits jetzt zahlreiche Ausnahmegenehmigungen im Kollektivurlaub. So würden Bauarbeiten in Schulen regelmäßig Ausnahmeregelungen erhalten. Jean-Luc De Matteis zeigte sich zudem überrascht, dass François Bausch das Beispiel der Baustelle auf der B7 nannte, da diese Baustelle eine Ausnahmeerlaubnis für den Monat August erhielt. Letztlich sei der Tonfall des Infrastrukturministers in der Diskussion um den Kollektivurlaub „unpassend“ gewesen.